Longest Prefix Match

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Longest Prefix Match ist ein einfaches Verfahren aus dem Bereich Netzwerk. Dabei geht es darum, wie ein Router möglichst effizient eine maximal mögliche Übereinstimmung der Zieladresse mit einer gespeicherten IP-Adresse aus seiner internen Routingtabelle findet. Dabei wird davon ausgegangen, dass das Netzwerk gerade so in Adressräume aufgeteilt ist, dass ein derartiger Routenalgorithmus sinnvoll eingesetzt werden kann.

Allgemein gilt: Ein Router pflegt intern eine Routingtabelle mit Netzwerkadressen und Netzmasken und einer dazu zugeordneten Schnittstelle, um ein empfangenes Paket weiterleiten zu können. Die am besten übereinstimmende Zieladresse ist dann aus mehreren passenden Einträgen diejenige mit der längsten passenden Netzmaske.

Beispiel[Bearbeiten]

Als einfaches Beispiel sei folgendes gegeben:

Ein Router enthalte eine "Routingtabelle" mit mehreren IP-Adress-Templates und den dazu zugeordneten Schnittstellen. Es wird ein Paket mit der Zieladresse 117.64.32.78 empfangen, folglich muss eine bestmögliche Auswahl zur Weiterleitung des Paketes getroffen werden. In seiner Routingtabelle seien drei Netzwerkadress-Templates. Obwohl es zum Netz 117.64.32.0/24 (Schnittstelle 1) passt, wird das Paket jedoch nur über die Schnittstelle weitergeleitet, die eine maximale Übereinstimmung mit der Zieladresse hat, in diesem Fall die Schnittstelle 2. Zur Adresse der Schnittstelle 3 passt das Paket dagegen nicht, so dass die Netzmaske dieses Eintrages keine Rolle spielt.

Vereinfachte IPv4 "Routingtabelle" eines Routers in CIDR Notation:

117.64.32.0/24 > Schnittstelle 1
117.64.32.64/26 > Schnittstelle 2
117.64.32.128/26 > Schnittstelle 3

Empfangenes Paket mit der IPv4 Adresse: 117.64.32.78

Weiterleitung des Paketes über: Schnittstelle 2

Quellen[Bearbeiten]

RFC 1519, Abschnitt 4.1