Louis Untermeyer

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. beschreibt den US-amerikanischen Dichter. Für den US-amerikanischen Rechtsanwalt und Zionisten siehe Samuel Untermyer.
Louis Untermeyer

Louis Untermeyer (* 1. Oktober 1885 in New York City; † 18. Dezember 1977) war ein US-amerikanischer Dichter, der viele seinerzeit bedeutende Anthologien herausgegeben hat.

Leben[Bearbeiten]

Nach einer nur kurzen Ausbildung ohne Abschluss stieg Untermeyer zunächst in die Firma seines Vaters ein, wo er bis 1923, zuletzt als Vizepräsident, tätig war. Danach widmete er sich seiner schriftstellerischen Karriere. Er war verheiratet mit der Schriftstellerin Jean Starr, mit der er einen Sohn hatte. Nach einer Scheidung 1926, lebte er dann wieder mit ihr und adoptierte zwei Söhne. Dann jedoch heiratete er die Dichterin Virginia Moore, mit der er ebenfalls einen Sohn hatte, später Esther Antin und schließlich Bryna Ivens, der Herausgeberin des Magazins Seventeen.

Sein erster Gedichtband, First Love erschien 1911. Insgesamt veröffentlichte er über 100 Bücher, darunter seine sehr einflussreichen Anthologien amerikanischer und britischer Poesie, aber auch Kinderbücher, Parodien und Biographien. Als Übersetzer brachte er seinen Landsleuten unter andern Heinrich Heine und Gottfried Keller nahe.

Er war an der Entstehung von The Seven Arts beteiligt, einem Magazin, das ein wichtiges Forum für junge Dichter, darunter Robert Frost, darstellte. Mit Frost verband Untermeyer eine lange Freundschaft.

1956 verlieh ihm die Poetry Society of America die Goldmedaille. Außerdem war er Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress von 1961 bis 1963.

Untermeyer war vor dem Ersten Weltkrieg auch an der Herausgabe des marxistischen Magazins The Masses beteiligt. Wie viele seiner Gesinnungsgenossen wandte er sich gegen den Eintritt Amerikas in den Krieg. Sein fortgesetzter Einsatz für linke Positionen brachte ihm besonders in den 50er Schwierigkeiten, die unter anderem dazu führte, dass er seine Teilnahme an der populären Gameshow What's My Line aufgeben musste.

Bücher (Auswahl)[Bearbeiten]

Anthologien[Bearbeiten]

  • Modern American Poetry (1919) (6th edition, 1942)
  • Modern British Poetry (1920) (5th edition, 1942)
  • Modern American and British Poetry (1919)

Dichtung[Bearbeiten]

  • First Love (1911)
  • Challenge (1914)
  • Roast Leviathan (1923)
  • The New Adam (1920)

Biographie[Bearbeiten]

Autobiographie[Bearbeiten]

  • From Another World (1935)
  • Bygones (1965)