Low Pin Count

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Low Pin Count (LPC) ist ein Bus in PC-Systemen. Dieser kann softwaremäßig wie ein ISA-Bus angesprochen werden. Darum wird auch von serialisiertem ISA gesprochen. Hardwaremäßig ist es jedoch ein serieller Bus, der keine Ähnlichkeiten zum ISA hat; der Inhalt der 24 ISA-Adressleitungen sowie der 16 ISA-Datenleitungen nebst Signalen diverser ISA-Steuerleitungen werden bei LPC als Kommandos über ein- und dieselbe serielle Datenleitung übermittelt. Durch den seriellen Aufbau werden im Vergleich zum parallelen ISA-Bus viele Leiterbahnen eingespart und dadurch die Produktionskosten der Platine gesenkt.

LPC-Schnittstellenbaustein IT8705F auf einem Motherboard

LPC dient dazu, langsame und althergebrachte Hardwarekomponenten in einer Weise mit der CPU zu verbinden, die die Verwendung alter Betriebssysteme und Anwendungsprogramme aus der ISA-Ära (wie MS-DOS) erlaubt und die Bootphase neuerer Betriebssysteme unterstützt. Diese Komponenten sind im Wesentlichen das BIOS-ROM, die Echtzeituhr, die klassischen Intervall-Timer und Interrupt- und DMA-Controller, die PS/2-Tastatur und ihr Controller, die PS/2-Maus, der Systemlautsprecher, der Diskettenlaufwerks-Controller, einfache Onboard-Soundkarten, wie etwa AC97, sowie klassische Serielle und Parallele Schnittstellen.

Da alle diese Komponenten in modernen Hauptplatinen bereits eingebaut sind, wird der LPC-Bus nur auf der Hauptplatine selbst verwendet und nicht in Steckplätzen herausgeführt.

LPC und ISA enthalten einige Steuersignale, die dem PCI- und PCI-Express-Bus fehlen; daher kann ein Standard-Diskettenlaufwerks-Controller beispielsweise prinzipiell nicht als PCI-Steckkarte ausgeführt werden, sondern muss direkt auf der Hauptplatine über LPC angebunden werden.

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