Maserknolle

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Baum in USA mit zahlreichen Maserknollen

Eine Maserknolle, auch als Holzkropf oder fälschlich als Wurzelholz bezeichnet, ist eine Wucherung am Baum, die ein gemasertes Holz ergibt.

Einsatz von Maserknollenfurnier im Interieur einer Mercedes S-Klasse

Beschaffenheit[Bearbeiten]

Maserknollen sind Zellwucherungen, die in der Regel durch das Bakterium Agrobacterium tumefaciens ausgelöst werden. Dieses schleust mit Plasmiden Bruchstücke des eigenen Genoms in das von Zellen höherer Pflanzen ein und löst im Befallsbereich ein ungehemmtes Wachstum aus. Die Knollen sind an einer deutlichen Verdickung am Stamm, häufig im unteren Stammabschnitt zu erkennen.

Verwendung[Bearbeiten]

Fast immer werden Maserknollen zu Furnier aufgearbeitet. Maserknollen von Walnussbäumen, die oft an Veredelungsstellen (aufgepfropfte Reiser) entstehen, werden vor allem für Möbel und Interieur in Luxusautomobilen[1] sowie im Möbelbau verwendet.

Als sehr kostspieliges Massivholz wird Maserholz für die Griffe teurer Luxusmesser oder auch gedrechselten Schreibgeräten wie Kulis und Füllhaltern verwendet. Auch für die Schäfte von edlen Jagd- oder Sportgewehren wird besonders auffällig gemasertes Edelholz verwendet.

Das rötliche Holz der unterirdisch wachsenden Maserknolle der Baumheide Erica arborea kommt unter der Bezeichnung Bruyère in den Handel und wird fast ausschließlich zur Herstellung von Pfeifenköpfen verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maserknollen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKnolliges Zierrat. In: Spiegel Online. 5. Mai 2004, abgerufen am 29. November 2014.