Max Theon

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Max Theon

Max Theon (* 1848 in Warschau; † 4. März 1927 in Tlemcen; auch Max Théon, wahrscheinlich geboren als Louis-Maximilian Bimstein und bekannt als Aia Aziz) war ein polnischer Kabbalist und Okkultist.

Leben[Bearbeiten]

Als junger Mann gründete der gebürtige Jude polnischer Herkunft nach Reisen durch Europa in London 1870 die Hermetische Bruderschaft von Luxor, hat aber vermutlich relativ wenig persönlich zum tatsächlichen alltäglichen Betrieb und der Unterrichtung in der Bruderschaft beigetragen. In diesem Zusammenhang wird auch darüber diskutiert, ob und wie viel er zu Helena Blavatsky gelehrt hat; Mira Alfassa schrieb in Die Agenda, dass er sie unterrichtet habe, während R. Paul Johnson in The Masters Revealed schreibt, dass der Mahatma Tuitit Bey in Wirklichkeit Max Theon gewesen sei.

1885 heiratete Theon die Britin Mary Chrystine Woodroffe Ware, die später als Alma Theon bekannt wurde, und zog im folgenden Jahr mit ihr nach Paris. Im Dezember 1887 verließ das Ehepaart Frankreich in Richtung Algerien, wo sich ihnen später Alma Theons Freundin Augusta Roife, auch als Miss Teresa, hinzugesellte. Sie kauften ein großes Anwesen in Zarif, einem Vorort von Tlemcen in Nordwesten Algeriens. In Algerien bekam er schließlich auch als Heiler von den Einheimischen den Beinamen Aia Aziz, den er auch als Direktor der Revue Cosmique gebrauchte. Theon begab sich von dort aus regelmäßig auf Reisen nach Paris.

Theon sammelte einige Schüler zusammen. Mit Louis Themanlys und Charles Barlet gründete er die Kosmische Bewegung. Diese basierte auf Material, das er Kosmische Tradition nannte, empfangen oder auch kanalisiert durch Theons Gattin. Sie gründeten ein Journal, die Revue Cosmique, für das Studium und die Wiedererrichtung einer Originalen Tradition, bei dem Theon unter seinem Pseudonym Aia Aziz Direktor war. Theon äußerte, dass seine Frau die Ideengeberin gewesen sei und dass ohne sie die Tradition und die Kosmische Philosophie niemals erschienen wären.

Themanlys war ein Freund von Matteo Alfassa, dem Bruder von Mirra Alfassa (die sich später mit Sri Aurobindo zusammentat und als Die Mutter bekannt wurde). 1905 oder 1906 reiste Mirra nach Tlemcen, um Okkultismus bei Theon zu studieren.

Der Tod seiner Frau 1908 war ein schwerer Schlag für Theon, von dem er sich nie mehr richtig erholte. Er fiel in tiefe Depressionen und löste die Kosmische Bewegung auf. Während dieser Zeit wurde er von seinen Anhängern betreut. Er erholte sich etwas, erreichte aber nie mehr seinen vorherigen Status. Theon starb in Tlemcen am 4. März 1927.

Die Revue Cosmique wurde von Pascal Themanlys, dem Sohn von Theons Schüler Louis Themanlys, einem französischen (später israelischen) Poeten, Zionisten und Kabbalisten weitergeführt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mira Alfassa: Mutters Agenda. Institut für Evolutionsforschung, Essen 1989, ISBN 3-910083-14-5 (13 Bde.)
  • Christian Chanel u.a.: The hermetic brotherhood of Luxor. Initiatic and historical documents of an order of practical occultism. Samuel Weiser Publishing, York Beach, Me. 1995, ISBN 0-87728-825-9.
  • R. Paul Johnson: The masters revealed. Madame Blavatsky and the myth of the Great White Lodge. State University of New York Press, Albany, N.Y. 1994, ISBN 0-7914-2064-7.
  • Sujata Nahar: Mutters Chronik. Aquamarin-Verlag, Grafing
  • Pascal Themanlys: Visions of the eternal present. Argaman Press, Jerusalem 1991.

Weblinks[Bearbeiten]