Methusalem-Maus-Preis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Preis der Methusalem-Maus (oder Methuselah Mouse Prize, M Prize) ist ein Wettbewerbspreis für Forscher, die versuchen, die Lebensdauer von Hausmäusen künstlich zu verlängern. Dabei sollen Erkenntnisse auch über den menschlichen Alternsprozesse gefunden werden. Das Wort leitet sich vom biblischen Methusalem ab, dem ein hohes Alter zugeschrieben wurde. Dementsprechend ist eine Methusalemmaus eine Maus sehr hohen Mäuse-Alters.

Gefördert werden sollen Forschungsvorhaben mit dem Ziel, die menschliche Lebenserwartung zu erhöhen, den Alterungsprozess zu bremsen und die Alterskrankheiten zu besiegen. Entsprechende Forschungsfelder sind die Gerontologie und die Biogerontologie.

Der Preis ist 2003 von Aubrey de Grey erdacht und gegründet worden. Er ist vom Ansari X-Prize inspiriert und mit derzeit über vier Millionen US-Dollar dotiert, die als Spenden gesammelt worden sind.

Jeder neue Langlebigkeitsrekord wird prämiert nach der Formel \frac{Y}{X+Y} \times Gesamtpreisgeld, wobei X der bisherige Altersrekord ist und X+Y der neue in Tagen. Eine Verdopplung des bisherigen Altersrekordes würde also den halben Jackpot gewinnen. Ein zweiter Preis ist gedacht für Forscher, die die Mäuse erst in höherem Lebensalter behandelt haben.

Aktuelle Preisträger[Bearbeiten]

Derzeit (Juni 2013) steht der Rekord bei 1819 Tagen (knapp fünf Jahre) nach einer Genmanipulation. Preisträger ist eine Arbeitsgruppe um Andrzej Bartke.[1] Die normale Lebenserwartung für den verwendeten Mäusestamm liegt bei rund drei Jahren.

Den Preis für Verjüngung (rejuvenation) trägt Stephen Spindler. 2009 erhielt Z. Dave Sharp einen Sonderpreis für die Verlängerung des Lebens von bereits betagten Mäusen mittels Rapamycin.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Longevity Prize, eine mit 20.000 Euro (Stand 2012) dotierte wissenschaftliche Auszeichnung auf dem Gebiet der Erforschung der Langlebigkeit.
  • New Organ Prize, ein mit einer Million US-Dollar dotierter Preis, „um Lösungen für die globale Organknappheit zu erreichen.“
  • Palo Alto Longevity Prize, ein mit einer Million US-Dollar dotierter Preis, für das wissenschaftliche Team, das die Herzfrequenzvariabilität alter Mäuse an die von jungen Mäusen angleicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Andrzej Bartke, Holly Brown-Borg: Life extension in the dwarf mouse. In: Current topics in developmental biology. 63, Geriatrics Research, Department of Medicine, Southern Illinois University School of Medicine, 2004, S. 189–225, PMID 15536017.

Weblinks[Bearbeiten]