Regenerative Medizin

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Überblick[Bearbeiten]

Die Regenerative Medizin (v. lat. regeneratio = Neuentstehung) ist ein relativ neues Feld der Biomedizin. Sie befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe sowohl durch den biologischen Ersatz, beispielsweise mit Hilfe gezüchteter Gewebe, wie auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse.

Man erhofft sich durch die regenerative Medizin neue Ansätze in der Therapie von Morbus Parkinson, Querschnittlähmung oder Krebs. Aber auch Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Koronare Herzkrankheit oder Fettsucht sollen durch die regenerative Medizin in Zukunft geheilt werden. Die Lebensstilmedizin versucht, Regenerationsprozesse im Körper zu aktivieren, indem dafür ein optimales biologisches Umfeld (Ernährung, körperliche Aktivität und psychosoziale Faktoren) geschaffen wird.

Die Prinzipien der regenerativen Medizin werden bei der Stammzelltransplantation bereits seit mehr als vierzig Jahren erfolgreich zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen eingesetzt; in der Organtransplantation allgemein wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Neuere Felder der regenerativen Medizin sind das sogenannte 'Tissue Engineering' (Züchten von Gewebe- und Zellverbänden) und die 'Gentherapie' (Reparatur oder Ersatz defekter Erbinformationen). Die Regenerative Medizin ist eines der Hauptforschungsgebiete des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie, als auch des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB).

Einzelne Methoden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Anthony Atala u.a.: Principles of Regenerative Medicine. 1. Auflage. Elsevier Academic Press, Amsterdam 2008, ISBN 978-0-12-369410-2.

Weblinks[Bearbeiten]