Moonwatch

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Dieser Artikel behandelt das Mondbeobachtungsprogramm Moonwatch, für die gleichnamige Armbanduhr siehe Omega Speedmaster Professional

Moonwatch war eine Organisation zur Beobachtung von künstlichen Erdsatelliten, die von Fred Whipple von der Smithsonian Institution 1956 gegründet wurde und bis etwa 1980 bestand.

Das Programm richtete sich an Amateurastronomen in aller Welt und unterstützte sie mit Daten und teilweise auch mit Messinstrumenten, um von schwierig zu beobachtenden Satelliten genaue Bahnelemente bestimmen zu können. Ähnliche Programme existierten auch in der Sowjetunion.

In den frühen 1970er-Jahren arbeiteten bei Moonwatch einige hundert Gruppen mit, darunter etwa 15 in Deutschland und 3 in Österreich. Die Messungen waren die Basis vieler wissenschaftlicher Untersuchungen, insbesondere von Satelliten mit niedrigem Perigäum, so genannte „Low Perigee Objects“. Solche Körper lassen sich von Satellitenkameras kaum fotografieren, da sie nur in der Dämmerung sichtbar sind.

Die Genauigkeit der Messungen wurde anhand einiger Satelliten mit stabilen Bahnen geprüft und lag – je nach Ausrüstung und Erfahrung der Beobachter – bei 10" bis zu etwa 5'. Ein Teil beobachtete mit Feldstechern vor dem Sternhintergrund, ein anderer mit Theodolit-ähnlichen Instrumenten oder lichtstarken Apogee-Teleskopen. Zum Programm gehörte zeitweilig auch die Beobachtung von Wiedereintritten der Satelliten in die Erdatmosphäre.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nelson Hayes: Trackers of the Skies. Howard Doyle Publ. 1968 und Academic Press 1975
  • SAO Moonwatch Center: Moonwatch Newsletters 1965-1975
  • Günter Seeber: Satellitengeodäsie. De Gruyter-Verlag 1989