Mottenschildläuse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Mottenschildläuse
Gewächshaus-Weiße Fliegen  (Trialeurodes vaporariorum)

Gewächshaus-Weiße Fliegen
(Trialeurodes vaporariorum)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Pflanzenläuse (Stenorrhyncha)
Überfamilie: Mottenschildläuse
Wissenschaftlicher Name
Aleyrodoidea

Die Mottenschildläuse (Aleyrodoidea) sind eine Überfamilie der Pflanzenläuse (Sternorrhyncha). Von den bekannten 1100 Arten leben in Mitteleuropa 17. Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 1 und 2 mm. Alle Mottenschildläuse ernähren sich von Pflanzensaft und gelten aus diesem Grund nicht selten als Schädlinge.

Mehrere Arten der Mottenschildläuse werden als Weiße Fliege bezeichnet, darunter auch die Gewächshaus-Weiße Fliege.

Der Körper und die Flügel der Mottenschildläuse sind immer mit mehlartigem Wachsstaub bedeckt, der durch ventrale Hinterleibsdrüsen ausgeschieden wird. Alle Arten sind geflügelt und besitzen sowohl Vorder- als auch Hinterflügel, die beim Flug nicht verbunden werden. Außerdem sind die Hinterbeine wie bei den Blattflöhen zu Sprungbeinen ausgebildet. Das 1. Hinterleibssegment bildet einen auffälligen Stiel.

Die Eier der Tiere werden auf Stielen abgelegt, aus ihnen schlüpft eine frei bewegliche Larve. Die folgenden drei Larvenstadien sind unbeweglich und sitzen auf der Blattunterseite fest. Sie bilden eine dicke Wachsschicht, die an die der Schildläuse erinnert. Das letzte Larvenstadium bildet eine Puppe, in der die Umwandlung in das ausgewachsene Tier stattfindet, die Puppe ist allerdings in der Lage, Nahrung aufzunehmen.

[Bearbeiten] Systematik der Mottenschildläuse

Alle in Mitteleuropa vorkommenden Mottenschildläuse gehören in die Familie Aleyrodidae.

[Bearbeiten] Literatur

  • Bernhard Klausnitzer:Aleyrodina, Mottenschildläuse. In Westheide, Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, Jena 1997; Seiten 655–656.
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen