Nachtblau

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Strukturformel
Strukturformel von Nachtblau
Allgemeines
Name Nachtblau
Andere Namen
  • C.I. 44045
  • Basic Blue 26
  • Basic Blue B
  • Victoria Blue B
  • Viktoria Blau B
  • Bis(4-dimethylaminophenyl)-(4-anilino-1-naphthyl)-methylium-hydrochlorid
  • (4-Anilino-1-naphthyl)-bis-(4-dimethylaminophenyl)-carbeniumchlorid
Summenformel C33H32ClN3
CAS-Nummer 2580-56-5
PubChem 17407
Kurzbeschreibung

dunkelviolettes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 506,08 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

206 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​319
P: 305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22​‐​36
S: 26
Toxikologische Daten

1037 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Nachtblau ist die Bezeichnung für einen dunkelvioletten Triphenylmethanfarbstoff, der sich in Wasser mit blauer Farbe löst.[2]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Nachtblau kann durch Kondensation von Michlers Keton mit N-Phenyl-1-naphthylamin dargestellt werden.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das dunkelblauviolette Pulver oder die dunkel-bronzefarbene Kristalle sind in heißem Wasser und in Ethanol leicht löslich. In kalten Wasser ist es schlechter und in Benzol nur wenig löslich. Das Nachtblau ist wie das Viktoriablau von blauer Farbe und färben tannierte Baumwolle. Sie sind aber wenig lichtbeständig.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Der Farbstoff ist in vielen Staaten als Farbstoff sowohl für Kosmetika, als auch für Lebensmittel zugelassen; in der EU, in Indien, Japan und den USA besitzt Nachtblau jedoch keine Zulassung für Kosmetika oder eine Anwendung in Lebensmitteln.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Victoria Blue B, for microscopy (Bact., Hist.) bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 12. April 2013 (PDF).
  2. a b c d  Gisbert Otterstätter: Coloring of Food, Drugs, and Cosmetics. CRC Press, 1999, ISBN 0-8247-0215-8, S. 219–221 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  Klaus Hunger: Industrial Dyes. John Wiley & Sons, 2007, ISBN 352760606-8, S. 62 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Diphenylnaphthylmethānfarbstoffe. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Bd. 5, Bibliographisches Institut, Leipzig 1902–1909, S. 34.