Nairn Falls Provincial Park

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Nairn Fall Provincial Park

IUCN-Kategorie II − National Park

Die obere Stufe der Nairn Falls

Die obere Stufe der Nairn Falls

Lage British Columbia (Kanada)
Fläche 170 ha
WDPA-ID 65328
Geographische Lage 50° 18′ N, 122° 49′ W50.29373-122.8189Koordinaten: 50° 17′ 37″ N, 122° 49′ 8″ W
Nairn Falls Provincial Park (British Columbia)
Nairn Falls Provincial Park
Einrichtungsdatum 4. April 1966
Verwaltung BC Parks

Der Nairn Falls Provincial Park ist ein 170 Hektar großer Provincial Park in der kanadischen Provinz British Columbia. Der Park liegt 25 Kilometer nördlich von Whistler in den Ausläufern der Fitzsimmons Range und grenzt an den Garibaldi Provincial Park. Etwa 5 Kilometer nördlich vom Park liegt Pemberton. Der Park ist von Vancouver aus gut auf dem Highway 99 zu erreichbar und liegt im Squamish-Lillooet Regional District.

Anlage[Bearbeiten]

Der für kanadische Verhältnisse relativ kleine Park hat seinen Namen von gleichnamigen Wasserfall. Der Park zieht sich dabei, beginnend oberhalb des Wasserfalls, zu beiden Seiten am Green River entlang. Nach Nordosten begrenzt der Highway und eine Eisenbahnstrecke den Park. Der Wasserfall wird dabei durch das in mehreren Stufen über insgesamt 60 Meter herabstürzenden Wasser des Green River gebildet. Der Nairn Fall ist dabei ein Beweis für die erusive Kraft des Wassers. Das Wasser hat im umgebenden Gestein mehrere Strudellöcher geschaffen.
Bei dem Park handelt es sich um ein Schutzgebiet der Kategorie II [1] (Nationalpark).

Geschichte[Bearbeiten]

Nairn Falls Provincial Park wurde im Jahr 1966 eingerichtet. Er umfasst dabei auch ein Gebiet das bei den ansässigen First Nation, vom Volk der St'at'imc, von kultureller Bedeutung ist.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Innerhalb des Ökosystems von British Columbia wird das Gebiet der Dry Submaritime Subzone der Coastal Western Hemlock Zone zugeordnet.[2][3] Der Park liegt dabei in der ökologisch wichtigen Transitzone zwischen den eher feuchten Küstenzonen und den eher trockenen Inlandszonen. Im Parkgebiet, mit nur einer Vegetationsstufe wachsen hauptsächlich Westamerikanischen Hemlocktannen, Douglasien und der Riesen-Lebensbaum (im englischen Sprachraum „Western Red Cedar“ genannt). Epiphytische Flechten und Moose überziehen die Baumstämme.

Der Wald hat einen Unterwuchs aus Schwertfarnen, Heidekrautgewächsen und immergrünen Heidelbeeren. Ebenfalls findet man den Pazifischer Blüten-Hartriegel. Diese geschützte Pflanze findet sich auch im Wappen von British Columbia wieder.

Im Park und angrenzenden Gebiet leben zahlreiche kleinere und größere Säugetierarten. Im Hinterland leben auch Schwarzbären, Rotluchse und Pumas. Viele Vogelarten sind im Parkgebiet heimisch, darunter auch der Diademhäher, der Wappenvogel British Columbias. Im Park kommen jedoch auch ausgefallenere Tierarten vor. So lebt hier zum Beispiel die Gummiboa. Ebenfalls bietet der Park einer bedrohten Eulenart, dem Fleckenkauz, Brutmöglichkeiten.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Park bietet einen Picknickbereich und am Parkplatz eine einfache Sanitäranlage. 3 ausgeschilderte Wege mit unterschiedlichen Längen und von eher leichten Schwierigkeitsgraden verlaufen im Park. Von den Wegen können einzelne sowohl von Fahrradfahrern wie auch von Wanderern genutzt werden.

Der Park hat 94, teilweise reservierbare, Stellplätze für Wohnmobile und Zelte. Außerdem verfügt er nur über einfachste Sanitäranlagen.

Am Parkrand liegt der, bei den Bewohnern des nahegelegenen Pemberton, beliebte Badesee One Mile Lake.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ProtectedPlanet.net: Nairn Falls Provincial Park. Abgerufen am 22. August 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNairn Falls Provincial Park – Purpose Statement and Zoning Plan. British Columbia Ministry of Environment, Lands and Parks, Dezember 2002, abgerufen am 29. Dezember 2012 (PDF, 383,88 KB, englisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEcosystems of British Columbia. British Columbia Ministry of Forests, Lands and Natural Resource Operations, Februar 1991, abgerufen am 22. August 2012 (PDF, 10,31 MB, englisch).