Neuseeländischer Huntaway

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Neuseeländischer Huntaway
Neuseeländischer Huntaway
Nicht von der FCI anerkannt
Ursprung:

Neuseeland

Alternative Namen:

New Zealand Huntaway,
NZ Huntaway

Widerristhöhe:

51-61 cm

Gewicht:

18-29.5 kg

Liste der Haushunde

Der Neuseeländische Huntaway ist eine nicht von der FCI anerkannte Hunderasse aus Neuseeland.

Herkunft und Geschichtliches[Bearbeiten]

Der Neuseeländische Huntaway ist von keinem Dachverband (auch nicht vom Neuseeländischen) als „echte“ Rasse anerkannt. Die Hunde haben die Aufgabe Schaf- oder Rinderherden mit lautem Bellen zu treiben, wenn ihnen jemand beibringt, wann sie bellen sollen und wann nicht. Sie sind für gewöhnlich keine guten Wachhunde. Welche Hunderassen nun tatsächlich alle eingekreuzt wurden, lässt sich heute nicht mehr sagen. Diese Hunde wurden und werden als reine Gebrauchshunde gezüchtet, d.h. es gibt für sie keinen „optischen Standard“, sondern nur „Eckdaten“:

Beschreibung[Bearbeiten]

Die folgenden Angaben sind lediglich eine Richtschnur, sie können in alle Richtungen variieren: Die Größe soll etwa bei 51–61 cm liegen, bei einem Gewicht von 18–29,5 kg. Beim Fell wird Stockhaar bevorzugt, aber auch Langhhar ist nicht selten; in schwarz mit beige, schwarz-scheckig, schwarz mit beige & weiß. Wie beim Collie sind die Ohren meist halb hängend, ein Knickohr. Durch die selektive Zuchtwahl zum Gebrauchshund hat sich eine große Robustheit entwickelt, einhergehend mit einem hohen Durchschnittsalter von 12 bis 14 Jahren.

Verwendung[Bearbeiten]

Der Huntaway ist ein Herdengebrauchshund bzw. Koppelgebrauchshund. Seine Aufgabe ist es, Herden über unübersichtliches Gelände zu treiben, als auch, Herdentiere in den Koppeln voranzutreiben. Dazu springt er auch auf z.B. Schafrücken und "läuft" über die Herde. Er bringt einiges an Intelligenz mit und ist leicht zu trainieren. Der NZ Huntaway wird als Begleithund immer beliebter, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass er ein Arbeitshund ist, d.h. einen enormen Bewegungsdrang hat und arbeiten will. Ein Huntaway ohne ausreichende Beschäftigung kann leicht zum „Problemhund“ werden.

Gesundheitliches[Bearbeiten]

Der Huntaway ist anfällig für die einfach autosomal rezessive Erbkrankheit Mucopolysaccharidose vom Typ III A.[1][2] Daneben bestehen wahrscheinlich Prädispositionen für Hüftgelenksdysplasie[3] und Dilatative Kardiomyopathie.[4]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Gouri Yogalingam, Tony Pollard, Briony Gliddon, Robert D. Jolly, John J. Hopwood: Identification of a mutation causing mucopolysaccharidosis type IIIA in New Zealand Huntaway dogs. In: Genomics. Bd. 79, Nr. 2, 2002, ISSN 0888-7543, S. 150–153, PMID 11829484, doi:10.1006/geno.2002.6699.
  2. R. D. Jolly, A. C. Johnstone, E. J. Norman, J. J. Hopwood and S. U. Walkley: Pathology of mucopolysaccharidosis IIIA in Huntaway dogs. In: Veterinary Pathology. Bd. 44, Nr. 5, 2007, ISSN 0300-9858, S. 569–578, PMID 17846229, doi:10.1354/vp.44-5-569.
  3. P.L. Hughes: Hip dysplasia in the New Zealand Huntaway and Heading dog. In: New Zealand Veterinary Journal. Bd. 49, Nr. 4, 2001, ISSN 0048-0169, S. 138–141, PMID 16032181.
  4. J. S. Munday, C. B. Dyer, A. C. Hartman, G. M. B. Orbell: A possible predisposition to dilated cardiomyopathy in Huntaway dogs. In: New Zealand Veterinary Journal. Bd. 54, Nr. 5, 2006, S. 231–234, PMID 17028660.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Huntaway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien