Nickender Steinbrech

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Nickender Steinbrech
Saxifraga cernua Upernavik 2007-07-22.jpg

Nickender Steinbrech (Saxifraga cernua)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Steinbrech (Saxifraga)
Art: Nickender Steinbrech
Wissenschaftlicher Name
Saxifraga cernua
L.
Habitus und Blüten.

Der Nickende Steinbrech (Saxifraga cernua) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Nickende Steinbrech ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist einfach, aufrecht, behaart und beblättert, oben ist er meist nickend. Die in grundständigen Rosetten und wechselständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist 10 bis 20 Millimeter breit, ihr Umriss ist herz- bis nierenförmig und sie sind bis zur Mitte in 3 bis 7 breite Lappen geteilt, außerdem sind sie locker drüsig behaart. Die obersten Stängelblätter sind ungelappt, länglich-eiförmig und sitzend. Es werden in den Blattachseln Brutknöllchen (Bulbillen) zur vegetativen Vermehrung gebildet.

Der Stängel trägt nur eine Blüte. Die fünf Kelchblätter sind meist purpurfarben. Die fünf weißen Kronblätter sind mit 8 bis 12 Millimeter bis zu viermal so lang wie die stumpfe Kelchzipfel, kahl, verkehrt-eiförmig und zum Grund hin keilig verschmälert.

Die Blütezeit liegt im Juli und August je nach Standort.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 60 oder 64; in der außereuropäischen Arktis kommen aber auch die Zahlen 24, 48, 52, 56, ca. 68, 70 oder 72 vor.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Nickende Steinbrech ist in den arktischen und subarktischen Regionen von Eurasien und Nordamerika weit verbreitet und kommt daneben auch in den Hochgebirgen der gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel vor. In den Alpen ist die Art sehr selten. Die Vorkommen finden sich in der subalpinen bis alpinen Höhenstufe, in Höhenlagen von 1800 bis 2800 Meter, an feuchten schattigen Felsabsätzen, -höhlen und Lägerstellen über Kalk und Gneis.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nickender Steinbrech – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien