Maatschappij tot Exploitatie van Staatsspoorwegen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Niederländische Staatsbahn)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Maatschappij tot Exploitatie van Staatsspoorwegen (meist kurz Staatsspoorwegen oder Staatsspoor, Abkürzung SS), die Niederländische Staatsbahn, wurde am 26. September 1863 in Den Haag eingerichtet, um die Eisenbahnlinien zu betreiben, die vom niederländischen Staat erbaut wurden.

Die Staatsspoorwegen erschloss vor allem die nördlichen und südlichen Provinzen der Niederlande, die bis dahin keine Eisenbahnverbindung besaßen, mit Eisenbahnlinien, die auf Kosten der Staatskasse erbaut und betrieben wurden. Am 27. Oktober 1863 konnte die erste Eisenbahnstrecke von Harlingen nach Leeuwarden eröffnet werden, die am 1. Juni 1866 bis Groningen verlängert wurde. Ab 1865 ging die Strecke von Arnheim nach Deventer in Betrieb, die 1870 bis Groningen verlängert wurde. Am 21. November 1865 eröffnete die Staatsbahn ihre erste Eisenbahnstrecke im Süden zwischen Maastricht und Venlo. Diese südliche Hauptstrecke wurde 1866 bis Breda und Moerdijk verlängert. Auch die 1868 eröffnete Strecke zwischen Roosendaal und Vlissingen gehörte zum Netz der Niederländischen Staatsbahn. Die Strecke zwischen Utrecht und Boxtel, die am 1. November 1869 eröffnet wurde, vervollständigte das südliche Streckennetz der Niederländischen Staatsbahn.

Im Jahre 1917 bildeten die Staatsspoorwegen und die Hollandsche IJzeren Spoorweg-Maatschappij (kurz Hollandse Spoor, Abkürzung HSM) eine gemeinsame Betriebsgesellschaft, die am 1. Januar 1938 zur N.V. Nederlandse Spoorwegen fusionierte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Overmann: Die Niederländische Staatseisenbahnbetriebsgesellschaft. Archiv für Eisenbahnwesen, 1913, S.1491