Nonnebakken

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Nonnebakken war eine ringförmige Burg vom Trelleborgtyp aus der Zeit Sven Gabelbarts. Reste der Wikingerburg wurden bei einer Grabung im Jahre 1988 im Zentrum von Odense gefunden. Obgleich durch die spätere Bautätigkeit in Odense nur sehr wenig erhalten ist, steht doch fest, dass sie wie die anderen fünf Burgen zwischen 980 n. Chr. und 1000 n. Chr. erbaut wurde. In ihrer Größe ähnelte sie in etwa der Anlage von Fyrkat.

Ausschnitt der Georg Braunius Karte von 1593

Die Reste der Burg wurden unter dem Stadtteil Nonnebakken gefunden und vom Fyns Museum ausgegraben. Die Burg lag südlich des Flusses Odense Å unterhalb des später errichteten Klosters der Benediktinerinnen, das dem Gelände den Namen Nonnebakken (Nonnenhügel) gab. Von dem Hügel aus ließ sich das 988 erstmals erwähnte Odense vermutlich gut übersehen. Die Nonnen verließen das Gelände schon zum Ende des 12. Jahrhunderts, um in Dalum weiter südöstlich von Odense, heute ein Vorort, ein neues Kloster zu errichten.

Um 1600 scheint die Wallanlage noch im Gelände erkennbar gewesen zu sein, wie etwa in der Stadtansicht im Städteatlas "Civitates Orbis Terrarum" von Georg Braun und Frans Hogenberg zu erkennen ist. Die Abbildung befindet sich in Band 5, der 1598 fertiggestellt wurde (erst 1612–18 in Köln erschienen?), auf Tafel 30, die vermutlich 1593 nach Angaben von Heinrich Rantzau oder nach durch ihn veranlassten Skizzen entstand.

Weitere Zerstörungen erlitt die Anlage, als am Ende des 19. Jahrhunderts die Loge der "Odd Fellows" hier baute. An die Anlage erinnert heute nur noch ein Straßenname.

Ausgrabungen und Funde[Bearbeiten]

Obwohl es schon 1775 und 1889 zu Grabungen und Funden auf dem Gelände kam, wurde die Anlage erst 1953 in ihrer gesamten Ausdehnung erfasst. Dabei stellte man einen ungefähren Durchmesser von 120 m fest. Im Jahr 1988 wurde ein mindestens 4 m breiter und 2 m tiefer Spitzgraben mit einer maximal 10–12 m breiten Berme bei Kabelausschachtungen nachgewiesen. Die Verfüllung ließ sich in die Klosterzeit datieren. Ein 8 m breiter und 4 m tiefer Spitzgraben wurde 1992 im NO und NW im Schnitt ergraben. Bei Notgrabungen im Zuge der Fernwärmeinstallation wurde 1995/97/98 ein mindestens 3 m tiefer und 11 m breiter Graben erforscht. Dabei wurde ein Spaten aus Eichenholz geborgen. Dieser ließ sich dendrochronologisch in die "Funktionszeit" der Anlage datieren. Bei weiteren Untersuchungen im Jahr 2002 wurden Teile der Klosteranlage erfasst.

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste von Burgen, Schlössern und Festungen in Dänemark

Literatur[Bearbeiten]

  •  John Kronborg Christensen: Vikingetidens langhuse på Trelleborg, Aggersborg, Fyrkat og Nonnebakken. Kunstakademiets Arkitektskole, Kopenhagen 1973 (83 Seiten).
  •  Henrik Thrane: Nonnebakken. Odenses forsvundne vikingeborg. 3. Auflage. Fyens Stiftsmuseum, Odense 1987 (28 Seiten).

Weblinks[Bearbeiten]

55.39194444444410.389166666667Koordinaten: 55° 23′ 31″ N, 10° 23′ 21″ O