Nulldurchgang

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Als Nulldurchgang wird unter anderem in der Elektronik der Zeitpunkt bezeichnet, bei der ein Spannungs- oder Stromverlauf den Betrag null hat. Bei periodischen Vorgängen (z. B. Sinus-, Rechteck-, Dreieck-, Sägezahnspannung) ohne überlagerte Gleichspannung kann eine konstante, geradzahlige Anzahl von Nulldurchgängen je Periode angegeben werden.

Nulldurchgang eines Sinus; hier in engl. als zero crossing bezeichnet

Eine Sinusspannung hat zwei Nulldurchgänge pro Periode:

  • zum Zeitpunkt \!\, t_1=t (zum Beispiel zum Zeitpunkt t=0)
  • nach einer halben Periode, bei t_2 = t + \frac{1}{2\cdot f} (mit f = Frequenz des Signals)

Nach einer vollständigen Periode, bei t_3 = t + \frac{1}{f} findet dann ein Nulldurchgang statt, der der nächsten Periode zuzuordnen ist.

Der Nulldurchgang eines Signals ist beispielsweise in der elektronischen Messtechnik als Trigger oder in der Schaltungstechnik beim Schalten kapazitiver Lasten von Bedeutung. Bei der Demodulation der Frequenzumtastung kann der Nulldurchgang als einfaches, fehleranfälliges Verfahren angewendet werden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gert Hagmann: Grundlagen der Elektrotechnik. 6. Auflage. AULA-Verlag GmbH, Wiesbaden 1997, ISBN 3-89104-614-6.

Siehe auch[Bearbeiten]