Oberflächenexpositionsdatierung

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Die Oberflächenexpositionsdatierung, auch bekannt unter ihrer englischen Bezeichnung Surface Exposure Dating, ist eine geochronologische Methode zur Erforschung von Landschaftsentwicklungen. Durch die Bestimmung der Konzentrationen von kosmogenen Radionukliden (z.B. 10Be, 26Al, 36Cl) in Oberflächengesteinen wird ermittelt wie lange die untersuchte Oberfläche der kosmischen Strahlung ausgesetzt war. Damit kann im einfachsten Fall ein Mindestexpositionsalter oder bei geeigneten Messkombinationen das Expositionsalter und die Erosionsrate bestimmt werden. Anwendung findet die Methode zum Beispiel bei der Untersuchung von prähistorischen Gletscherbewegungen. Hat ein Gletscher eine Fläche freigegeben kann danach bestimmt werden wie lange die neue Oberfläche der kosmischen Strahlung ausgesetzt war, also seit wann der Gletscher sich zurückgezogen hat.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurz, Mark D., and Edward J. Brook. "Surface exposure dating with cosmogenic nuclides." Dating in exposed and surface contexts (1994): 139-159.
  • Lal, D., and J. R. Arnold. "Tracing quartz through the environment." Proceedings of the Indian Academy of Sciences-Earth and Planetary Sciences 94.1 (1985): 1-5.