Obermartelingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Lage Obermartelingens

Obermartelingen (Haut-Martelange auf französisch, Uewermarteleng auf luxemburgisch) ist ein Ort im Norden Luxemburgs und bekannt wegen seiner stillgelegten Schiefergruben.

[Bearbeiten] Schieferindustrie in Luxemburg

Der Schieferabbau in Obermartelingen lässt sich schon in die Zeit vor der Französischen Revolution zurückdatieren. Mit der Industrialisierung stieg der Bedarf an Schiefer und es entstanden zuerst kleinere Gruben, die Mitte des 19. Jahrhunderts in die Hände kapitalkräftiger deutscher Industrieller gelangten, der Familie Rother aus Frankfurt. Blütezeit der Luxemburger Schieferindustrie war Anfang des 20. Jahrhunderts, wo sie 600 Arbeiter beschäftigte. Zum Abtransport des Schiefers wurde eine Schmalspurbahn, liebevoll Jangeli genannt, errichtet. Aufgrund des Konkurrenzdruckes durch ausländischen Schiefer und Schieferersatz schloss 1986 die letzte Obermartelinger Grube. Ein lokaler Verein ist bestrebt, diese einzigartigen Zeugnisse früherer Industrietätigkeit zu erhalten und interessierten Besuchern zugänglich zu machen.

Spalthaus der Grube Johanna

[Bearbeiten] Weblinks

49.8238888888895.7486111111111120000Koordinaten: 49° 49′ 26″ N, 5° 44′ 55″ O

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen