Organisationsgrad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Dezember 2015 um 18:09 Uhr durch Der-Wir-Ing (Diskussion | Beiträge). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Organisationsgrad ist definiert als: „Anteil der Mitglieder von Interessenorganisationen an denjenigen, deren Interessen vertreten werden sollen.“[1]

  • Gründe für einen hohen Organisationsgrad einer sozialen Gruppe oder eines Verbandes können durch einen hohen Grad der Homogenität gemeinsamer Interessen oder einer gesetzlichen Beitrittspflicht gegeben sein.
  • Bei stark ausdifferenzierten und inhomogenen Interessen ist es oft schwer einen gemeinsamen Nenner innerhalb einer Organisation zu finden. Des Weiteren kann durch die Möglichkeit des Trittbrettfahrens (Free Rider) der Anreiz einer Mitgliedschaft innerhalb einer Organisation und somit auch ihr Organisationsgrad gesenkt werden.

In der Betriebswirtschaftslehre wird beim Organisationsgrad in Unterorganisation und Überorganisation unterschieden. Dazwischen liegt ein Optimum-Wert, den es zu erreichen gilt. Er ist die jeweils ideale Mischung aus speziellen und allgemeinen Reglungen in einer Organisation.[2]

Quellen

  1. Wolfgang Rudzio: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Wiesbaden 2006, S. 61 f.
  2. Wolfgang Weber, Rüdiger Kabst: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, Gabler, ISBN 978-3834907929, Seite 201

Literatur

  • Wolfgang Rudzio: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Wiesbaden 2006.