Orlando Agosti

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Orlando Ramón Agosti (1976)

Orlando Ramón Agosti Echenique (* 18. Dezember 1924 in San Andrés de Giles, Provinz Buenos Aires; † 6. Oktober 1997 in Buenos Aires) war ein argentinischer Politiker und Militär.

Leben[Bearbeiten]

Er wurde als Sohn italienischer Einwanderer geboren und besuchte die Militärschule der Luftwaffe. Er machte dort seinen Abschluss im Jahre 1947. Nach Stationen als Militärattache in den USA und Kanada wurde er am 1. Januar 1976 zum Oberbefehlshaber der Luftwaffe im Range eines Brigadegenerals ernannt. Diese Funktion behielt er bis 1979 bei. Zwei Monate später putschte Agosti gegen die Regierung unter Präsidentin Isabel Martinez de Peron. Er bildete 1976 bis 1983 zusammen mit Jorge Rafael Videla und Emilio Massera die Militärjunta. Nach dem Ende der Militärdiktatur wurde er für seine Verbrechen während des „schmutziger Krieges“ verurteilt und saß bis 1989 in Haft. Ihm waren 88 Morde, 581 illegale Verhaftungen und 278 Fälle von Folter (wobei sieben Menschen dabei zu Tode gefolterte wurden), 110 Diebstähle und 11 Entführungen vorgeworfen. [1]. Agosti saß als einziger der führenden Figuren der Militärdiktatur seine Strafe voll ab. 1990 wurden er und andere führende Figuren der Militärdiktatur von Präsident Carlos Saul Menem begnadigt. Agostis Versuch, 1993 wieder voll rehabilitiert zu werden und seinen militärischen Rang zurückzubekommen, scheiterte vor Gericht. Er starb 1997.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Orlando Agosti", TRIAL Watch (Swiss Association against Impunity) website, 2010, abgerufen am 13. Juni 2013
  2. Calvin Sims: Orlando Agosti, 73, Argentine Junta Member. In: The New York Times, 11. Oktober 1997. 

Weblinks[Bearbeiten]