Ostersander

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

53.4208333333337.52527777777783Koordinaten: 53° 25′ 15″ N, 7° 31′ 31″ O

Ostersander
Gemeinde Ihlow
Höhe: 3 m ü. NN
Einwohner: 772 (2013)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26632
Vorwahl: 04943
Nikolaikirche Weene

Nikolaikirche Weene

Ostersander ist seit der Gemeindegebietsreform vom 1. Juli 1972 ein Ortsteil im äußersten Osten der ostfriesischen Gemeinde Ihlow in Niedersachsen.[1] Zum Ortsteil gehört auch das Dorf Weene, das mit Ostersander in den letzten Jahrzehnten fast zu einem übergangslosen Ortsteil zusammengewachsen ist.[2] Der Ort hatte im Oktober 2013 772 Einwohner.[3]

Ostersander (Ihlow) (Niedersachsen)
Ostersander (Ihlow)
Ostersander (Ihlow)
Lage von Ostersander in Niedersachsen

Geschichte[Bearbeiten]

Der früheste Beleg für die Anwesenheit von Menschen auf dem Gebiet des heutigen Dorfes ist ein Fund, der auf die Steinzeit datiert wird.

Ostersander wird 1593 das erste Mal urkundlich erwähnt, dürfte aber viel älter sein. Vermutet wird, dass Ostersander von Siedlern aus Schirum im frühen Mittelalter vor dem Jahr 1000 gegründet wurde.[4]

Einen Schub in der Einwohnerentwicklung erhielt der Ort nach der Weihnachtsflut von 1717. Damals waren viele Menschen im Nachbarort Lübbertsfehn obdachlos geworden. Im höher gelegenen Ostersander wurde ihnen ein neuer Siedlungsplatz in der Nähe der Fehngrenze zugewiesen.[4]

Mit dem beginnenden Chausseebau wurde der Ort 1849 an das Straßennetz angeschlossen.

Mit Schirum, Westersander und Weene bildete Ostersander ein Kirchspiel, dessen Kirche in Weene auf einer Warft errichtet wurde. Im 17. Jahrhundert wurden auch Hüllenerfehn und Lübbertsfehn, 1798 schließlich noch Ludwigsdorf eingepfarrt.

Heute ist der Ort landwirtschaftlich geprägt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1895[5] 287
1925[5] 327
1933[5] 389
1939[5] 404
1961[1] 468
1970[1] 601
2009[2] 783
2013[3] 772

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 261.
  2. a b Gemeinde Ihlow: Aus der Geschichte Ostersanders, aufgerufen am 14. Januar 2010
  3. a b Ostersander aktuell. Gemeinde Ihlow. Abgerufen am 20. Oktober 2013.
  4. a b Bernhard Buttjer; Martin Stromann: Wo einst die Mönche lebten: Die Klosterstätte Ihlow, ein Forst und zwölf Dörfer. Verlag SKN, Norden (Ostfriesland) 2009, ISBN 3-939870-22-6, S. 127.
  5. a b c d deutsche-verwaltungsgeschichte.de/aurich, aufgerufen am 14. Januar 2010