Ostitis fibrosa cystica

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Klassifikation nach ICD-10
E21.0 Osteodystrophia fibrosa cystica generalisata
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
Osteitis fibrosa cystica der Tibia.

Die Ostitis fibrosa cystica generalisata (auch: von-Recklinghausen-Krankheit des Knochens, jedoch nicht zu verwechseln mit der Neurofibromatose Typ I, von Recklinghausen) entsteht als Folge einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus).

Durch die erhöhte Parathormon-Konzentration im Blut werden Osteoklasten stimuliert, die Knochensubstanz abbauen. Das abgebaute Material wird durch Bindegewebszüge ersetzt (Fibrosteoklasie).[1] Bei Fortschreiten können sich im Spätstadium „braune Tumoren“ entwickeln, die typisch für die Ostitis fibrosa cystica generalisata sind. Sie entstehen durch Einblutungen in Stellen des bindegewebig umgebauten Knochens und sind als zystenartige Strukturen in und an Knochen zu sehen.

Klassifikation[Bearbeiten]

Die Ostitis fibrosa cystica generalisata ist als klassische Folge eines anhaltenden Hyperparathyreoidismus definiert und im ICD-10 in der Kategorie E21.0 (primärer Hyperparathyreoidismus) eingruppiert.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karlheinz Schleicher: Über einen Fall von "Ostitis fibrosa cystica generalisata" v. Recklinghausen in Verbindung mit Anzeichen von intestinalem Infantilismus (1941)[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Siegenthaler: Klinische Pathophysiologie, 2006, S. 304. ISBN 3-13-449609-7
  2. ICD-Code.de: E21.- Hyperparathyreoidismus und sonstige Krankheiten der Nebenschilddrüse
  3. Über einen Fall von "Ostitis fibrosa cystica generalisata" v. Recklinghausen in Verbindung mit Anzeichen von intestinalem Infantilismus auf Google Books
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