PRISM (Prozessorarchitektur)

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Parallel Reduced Instruction Set Multiprocessing (PRISM, englisch für Paralleles Rechnen mit verringertem Befehlssatz) ist eine bestimmte Designphilosophie für Prozessoren. Es stellt eine Unterart des Reduced Instruction Set Computing (RISC)-Prozessor-Design dar.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Prozessoren wurden von der Firma Apollo Computer entwickelt und erstmals in ihrer Workstation DN 10000 (DN 10k) eingesetzt. Der Prozessor arbeitete mit 64 Bit und war mit einem Dual-Cache ausgestattet, 128kB-Befehlscache und 64-kB-Datencache. Ein Rechnersystem kann bis zu 4 dieser Prozessoren enthalten, die über einen schnellen X-Bus verbunden sind. An diesem 64 Bit breiten Bus ist direkt der Hauptspeicher und das Grafiksystem verbunden. Der externe, ebenfalls 64 Bit breite, X-Bus arbeitete mit 150 MByte/s.

Angelehnt an die in den kleineren Workstations und Servern (Domain Server Processor) verwendeten Prozessoren der Firma Motorola M 680x0 erhielt der Prozessor die Bezeichnung A 88000 (Apollo 88k). Der A-88000-Prozessor war die damals schnellste verfügbare CPU.

Durch die Übernahme der Firma Apollo durch Hewlett-Packard wurde der in der Entwicklung befindliche PRISM-II-Prozessor nicht mehr hergestellt. Hewlett-Packard integrierte Funktionen in ihren eigenen PA-RISC-Prozessor.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Müller-Schloer, Ernst Schmitter: RISC-workstation-architekturen: Prozessoren, Systeme und Produkte. Springer, Berlin 1991, ISBN 3-540-54050-4, S. 223–225.
  • B. Wolfinger: Vernetzte und komplexe Informatik-systeme: Industrieprogramm zur 18. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik. Springer, Berlin 1988, ISBN 3-540-50462-1 (Original von University of California).

Weblinks[Bearbeiten]