Paper Prototyping

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Ein Nutzer zeigt auf einen Teil der Oberfläche.
Der Testleiter legt eine GUI-Komponente auf.

Paper Prototyping ist eine Methode der nutzerorientierten Gestaltung (User Centered Design). Dabei wird mit Hilfe von gezeichneten oder gedruckten GUI-Komponenten das Verhalten einer zu entwickelnden oder anzupassenden Software getestet. Paper Prototyping kann in einem DIN EN ISO 13407 Prozess eingesetzt werden.

Das Paper Prototyping kann man in zwei Kategorien einteilen:

1. Lo-Fi Prototyping (Low-fidelity Prototyping)
Low Fidelity Prototyping ist englisch und bedeutet niedrige Ähnlichkeit". Diese Test-Methode gibt einem die Möglichkeit Ideen und Abläufe früh zu prüfen.

Vorteile Lo-Fi Prototyping:

  • kein Programmieraufwand
  • Testen in der Konzeptionsphase
  • einfache und schnelle Änderungen
  • Testpersonen äußern überdurchschnittlich viele Vorschläge


Nachteile Low Fidelity Prototyping:

  • Interaktionsprozesse müssen bereits in der Konzeptionsphase klar definiert sein
  • viele Rohentwürfe
  • Keine Funktionalität des Prototyps, daher nur begrenzte Fehlererkennung
  • Prototyp nur für Lo-Fi-Prototyping nutzbar
  • Möglicherweise sind nicht alle Ideen und Abläufe technisch realisierbar


2. Hi-Fi Prototyping (High-fidelity Prototyping)

Ablauf[Bearbeiten]

Existiert bereits ein GUI-Design, welches getestet werden soll, wird dieses ausgedruckt. Alternativ wird eine erste Grobskizze der Anwendung durch ein Mitglied des Entwicklerteams erstellt. Diese basiert auf den bereits spezifizierten Anforderungen. Alle GUI-Komponenten, die ein- und ausgeblendet werden können, werden separat ausgedruckt oder gezeichnet.

Der Testleiter setzt sich zusammen mit ein bis zwei Nutzern und gibt ihnen eine Aufgabe, die sie mit der neuen „Software“ lösen sollen. Ausgehend von einer Startmaske beschreibt der Nutzer nun spontan, was er tun möchte und was er zu sehen erwartet. Der Testleiter übernimmt die Rolle der Software, indem er Maskenwechsel durchführt bzw. Komponenten durch auflegen auf die Maske einblendet bzw. wieder entfernt.

Sobald der Testleiter neue Anforderungen identifiziert, werden diese notiert, um später in die Anforderungsspezifikation einzugehen.