Perl (Schriftmaß)

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Non Plus Ultra (2 Punkt)

Microscopique (2,5 Punkt)

Brilliant (3 Punkt)

Diamant (4 Punkt)

Perl (5 Punkt)

Nonpareille (6 Punkt)

Insertio (6,5 Punkt)

Kolonel (7 Punkt)

Petit (8 Punkt)

Borgis (9 Punkt)

Korpus (10 Punkt)

Rheinländer (11 Punkt)

Cicero (12 Punkt)

Mittel (14 Punkt)

Tertia (16 Punkt)

Paragon (18 Punkt)

Text (20 Punkt)

Kanon (36 Punkt)

Perl heißt im Bleisatz eine der kleineren gegossenen Schriftgrößen. Sie hat eine Kegelhöhe von fünf Didot-Punkten, das entspricht 1,88 mm.

Der Name Perl deutet ebenso wie andere Edelstein-Namen in den Schriftgrößen-Bezeichnungen auf die Kostbarkeit dieses feinen Schriftgrades hin. Erstmals eingesetzt wurde eine Schrift dieser Größe 1627 von Jannon in Sedan (auch Johann von Sedan) in Frankreich. Um diese kleinen Schriftbilder im Handsatz wirtschaftlich einsetzen zu können wurden sie oft auf Sechs-Punkt-Kegel gegossen.

Eine Schriftgröße von sechs Punkt (Nonpareille) gilt allgemein als kleinste noch dauerhaft lesbare Schriftgröße. Allerdings gibt es auch Druckerzeugnisse mit noch geringeren Schriftgrößen. So druckte man etwa die „Perlbibel“ durchgängig mit 5 Punkt-(Perl)-Schriften. Perlbibeln werden auch heute noch gedruckt.

Schriftmaße haben in vielen europäischen Ländern andere Namen oder gleiche Namen bezeichnen unterschiedliche Kegelhöhen. Schriften dieser Größe heißen in Frankreich Parisienne, in Holland Parel, in England Pearl, in Italien Parigina, in Spanien Parisienne oder Perla.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Bauer: Handbuch für Schriftsetzer. Verlag Klimsch & Co, Zweite Auflage 1905
  • J. Bass: Das Buchdrucker-Buch. Verlag Heinrich Plesken, 1930