Phasenumkehr

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Dieser Artikel behandelt die Phasenumkehr bei Schwingungen. Zur Phasenumkehr bei Emulsionen siehe Phaseninversion.
Sägezahnsignale, Darstellung von 2 Schwingungen
oben: Originalsignal
mitte: 180°-phasenverschobenes Signal
unten: Verpoltes Signal

Phasenumkehr (engl.: phase inversion) bedeutet, die Plus- und Minus-Pole einer Wechselspannungsquelle zu vertauschen. Umgesetzt wird dies mittels einer elektronischen Schaltung, oder mechanisch, indem einfacherweise die beiden Anschlüsse gewechselt werden, was deutlich mit Verpolung bezeichnet werden sollte.

Die Phasenumkehr wird in der Tontechnik verwendet, um falsch gepolte Tonsignale in ihrer Phase zu korrigieren, oder um richtig gepolte, jedoch unerwünschte, Phasen absichtlich umzukehren, damit sich diese und die Phasen des zugemischten Originalsignals gegeneinander auslöschen und somit leiser werden oder ganz verstummen.

Verpolung bedeutet nicht Phasenverschiebung[Bearbeiten]

Die nebenstehende Abbildung verdeutlicht, dass ein um 180° in der Grundfrequenz phasenverschobenes Signal nicht dem verpolten Signal gleichzusetzen ist. Die Phasenumkehr kann mathematisch als eine Invertierung der Halbwellen beschrieben werden, oder grafisch als vertikale Spiegelung derselben.

Bei einem konstanten sinusförmigen Signal ist jedoch eine Phasenverschiebung um 180° mit einer Phasenumkehr gleichsetzbar.