Plessezk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den russischen Raketenstartplatz Plessezk; zur gleichnamigen Siedlung siehe Plessezk (Ort).
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Übersetzungen aus der russischen Sprache sollten besser formuliert werden. 1966 ist nicht belegt...

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

62.92777777777840.45Koordinaten: 62° 55′ 40″ N, 40° 27′ 0″ O

Karte: Europa
marker
Plessezk
Magnify-clip.png
Europa
Eine Zyklon-3-Rakete startet in Plessezk (15. August 1991).

Plessezk (auch Plesezk, Plesetsk; russisch Плесецк) ist die Bezeichnung eines Raketenstartplatzes südlich von Archangelsk.

Plessezk wurde Ende der 1950er Jahre zunächst als Basis Angara für militärische Interkontinentalraketen eingerichtet. Zunächst war dort eine Einheit des ersten Raketentyps R-7 stationiert. 1966 nahm das Plessezker Kosmodrom den Betrieb auf. Es diente seitdem hauptsächlich dem Start militärischer Satelliten, wie Aufklärungssatelliten. Daneben werden von Plessezk auch zivile Satelliten in polare Orbits gestartet. Bemannte Raketenstarts wurden von Plessezk nicht durchgeführt. Von Plessezk wurden die meisten russischen Satelliten gestartet. Auch eine Startrampe für die im Juli 2014 erstmals gestartete Angara-Rakete wurde errichtet.

Im Zuge des Baus des Kosmodroms entstand die nahegelegene Geschlossene Stadt Mirny, als Wohnort für die militärischen und zivilen Bediensteten. Die namensgebende Siedlung städtischen Typs Plessezk befindet sich wie Mirny südlich des Kosmodroms.

In den Jahren 2013/2014 sollen die beiden europäischen ESA-Satelliten Sentinel-2A und Sentinel-3A im Rahmen des Erdbeobachtungsprogramms GMES mit Rockot-Trägerraketen von Plessezk aus gestartet werden.

Unglücksfälle[Bearbeiten]

  • Am 26. Juni 1973 kamen bei der Explosion einer startklaren Kosmos-3M-Rakete neun Personen ums Leben.
  • Am 18. März 1980 starben bei der Explosion einer Wostok-2M-Rakete 48 Menschen.
  • Am 15. Oktober 2002 explodierte eine Sojus-U-Rakete Sekunden nach dem Start. In einem benachbarten Gebäude wurde ein Soldat durch die Druckwelle getötet.
  • Am 9. November 2013 wurden durch einen Unfall beim Reinigen eines mit Distickstofftetroxid gefüllten Kraftstofftanks zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Plessezk Kosmodrom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://de.ria.ru/society/20131112/267266642.html Zwei Tote bei Unfall auf russischem Raketenstartplatz Plessezk - Abgerufen am: 13. November 2013
  2. Lenta.ru: По факту гибели военных на космодроме Плесецк завели дело - Abgerufen am: 13. November 2013