Portugal-Tag

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Denkmal von Luís de Camões in Lissabon

Der Portugal-Tag (portugiesisch Dia de Portugal, de Camões e das Comunidades Portuguesas: Portugal-Tag, Camões und die Gemeinde der Portugiesen) ist der portugiesische Nationalfeiertag. Obwohl im ganzen Land immer am 10. Juni gefeiert, wird er überall auf der Welt auch von Millionen Emigranten im Ausland begangen. In erster Linie ist es der Todestag des im Jahr 1580 verstorbenen Nationaldichters Luís de Camões.

Während der Diktatur des Estado Novo von 1933 bis zur Nelkenrevolution am 25. April 1974, wurde der 10. Juni als „Tag der portugiesischen Rasse“ gefeiert.

Nach Beendigung der gesetzgeberischen Arbeit nach der Proklamation der Portugiesischen Republik am 5. Oktober 1910, wurde am 12. Oktober ein Dekret veröffentlicht, das die nationalen Feiertage zusammenfasste. Einige Feiertage wurden eliminiert, insbesondere die religiösen, um den Einfluss der katholischen Kirche zu einer säkularisierten Gesellschaft zu reduzieren.

In diesem Erlass wurden folgende Feiertage aufgezeichnet: 1. Januar, Weltfriedenstag; 31. Januar, der Tag der gescheiterten Revolution von Porto und Tag der Märtyrer der Republik; der 5. Oktober Dia dos heróis da República (Tag der Helden der Republik); der 1. Dezember widmet sich dem Tag der Autonomie (Unabhängigkeit) und Dia da bandeira (Flaggen-Tag) und der 25. Dezember, der als Tag der Familie angesehen wurde, wurde auch versucht, das religiöse Weihnachtsfest zu säkularisieren.

Die Stadt Lissabon hat beschlossen, den 10. Juni zu Ehren von Camões als Stadtfeiertag einzurichten, des berühmten Dichters, der das Nationalepos Die Lusiaden[1] schrieb.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Portugal-Tag - Ursprung: Camões und die Gemeinden aus der Sicht von Conceição Meireles, Spezialistin für portugiesische Zeitgeschichte (portugiesisch)