Presseishügel

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Presseishügel, auch Presseisrücken, englisch Hummock werden die Erhebungen im Packeis genannt, die durch seitlichen Druck an der Kontaktstelle zwischen zwei oder mehreren Eisschollen aufgetürmt werden. Sie können frisch oder schon verwittert sein. Das nach unten gedrückte Eisvolumen wird engl. Bummock genannt.

Die Presseishügel entstehen, wenn Meeresströmungen und Winde Druck auf das Packeis ausüben. Die Hügel haben eine durchschnittliche oberirdische Höhe von ein bis zwei Metern, unter dem Meeresspiegel können sie bis zu 20 Meter in die Tiefe ragen. Die Presseishügel geben dem Packeis seine charakteristische Erscheinung: weite, ebene Eisflächen, durchzogen von zahlreichen langen Miniaturgebirgen.

Die Presseishügel sind einer der Gründe für die erschwerte Fortbewegung in der Arktis und Antarktis und stellen für Eisbrecher ein erhebliches Hindernis dar.

Hummock-ähnliche Formen können auch bei Schuttströmen entstehen, z. B. im Ablagerungsgebiet von vulkanischen Trümmerlawinen.

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