Prosit

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Prosit ist ein lateinisches Wort, von dem die eingedeutschte Kurzform prost abgeleitet ist, für die gelegentlich auch die Diminutivform prösterchen verwendet wird. Es handelt sich dabei um einen Trinkspruch, also einen Zuruf beim Trinken eines alkoholischen Getränks bzw. beim Anstoßen auf das Wohl meist einer Person oder auch einer Gruppe von Personen. Der Ausdruck stammt ursprünglich aus der Studentensprache zu Beginn des 18. Jahrhunderts und hat von dort Eingang in die Allgemeinsprache gefunden.

Gäste beim Zuprosten

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie

Ursprünglich ist die lateinische Form; ihr liegt das Verbum „prodesse“ (= „nützen“, „zuträglich sein“) zugrunde. Dem entsprechend stellt „prosit“ die konjugierte Form (3. Person Singular Konjunktiv Präsens Aktiv) dar und ist somit eine Wunschformel: „Es möge nützen“ bzw. „Es möge zuträglich sein“.

[Bearbeiten] Verwendung

Georg Mühlberg: „Ein Prosit“ (um 1900), ein Verbindungsstudent beim Zuprosten auf einer Kneipe

Synonym verwendet werden die Ausdrücke „Wohl bekomm's!“, „Zum Wohl!“ sowie auch außergewöhnlich viele Pendants aus fremden Sprachen.

Das Zurufen selbst wird ebenfalls als Prosit bezeichnet.

Die Verbform lautet zuprosten (der Präfix zu bedeutet, dass der Vorgang auf ein Gegenüber gerichtet ist).

Eine weitere Bedeutung (überwiegend im schwäbischen Sprachgebrauch verwendete Bedeutung) ist ein Rülpser, der auch als „Prositle“ bezeichnet wird.

[Bearbeiten] Beispiele

  • „Pros(i)t!“
  • „Pros(i)t Neujahr!“
  • „Pros(i)t zusammen!“
  • „Prost Mahlzeit!“, „Na denn Prost!“ oder (in Schweizer Mundart) „Proscht Nägeli!“ sagt man umgangssprachlich, wenn man nichts Gutes erwartet oder – ironisch gemeint – bei Verärgerung, Enttäuschung etc.
  • „Prost ihr Säcke!“ – Antwort: „Prost du Sack!“ (derber Trinkspruch, oft an Stammtischen gebräuchlich.)
  • „Na denn, Prost, wer nix hat de host!“ (norddeutscher Trinkspruch), Na denn Prost, wer nichts (im Glas) hat, (soll) husten.
  • „Prost, dass d'Gurgl net verrost't!“ (bayerischer Trinkspruch), Prost, damit die Gurgel nicht verrostet.
  • „Mach a/dei Prositle!“ (schwäb. Aufforderung an Kleinkinder nach der Mahlzeit, ihr Bäuerchen zu machen)
  • Verschiedenste Witzformen des Wortes werden verwendet, wie z. B. prösterchen oder prostata.

[Bearbeiten] Siehe auch

Trinkkultur, Schmollis, Fiducit, Salamander (Ritual)

[Bearbeiten] Weblinks

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