Qacha’s Nek

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Qacha’s Nek; für den gleichnamigen Distrikt siehe Distrikt Qacha’s Nek.

-30.11666666666728.683333333333Koordinaten: 30° 7′ S, 28° 41′ O

Karte: Lesotho
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Qacha’s Nek
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Lesotho
Blick auf Qacha’s Nek vom südafrikanischen Grenzposten

Qacha’s Nek (Aussprache: ˈ!ɑtʃɑs nɛk) ist die Hauptstadt des Distrikts Qacha’s Nek in Lesotho. Sie liegt im Südosten des Landes. Der Name bedeutet: Gebirgspass des Ncatya. Ncatya war ein Sohn des morena Moorosi, während nek aus dem Afrikaans stammt.

Geographie[Bearbeiten]

Qacha’s Nek hatte 2004 rund 8000 Einwohner. Die Stadt ist die einzige des nach ihr benannten Distrikts. Sie liegt nur zwei Kilometer von der südlich der Stadt verlaufenden Grenze zu Südafrika entfernt auf 1980 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt hat mit 900 Millimetern Niederschlag pro Jahr die höchste Niederschlagsmenge aller lesothischen Distrikthauptstädte. Vom nahen Indischen Ozean ziehen fast täglich Wolken heran, so dass in Qacha’s Nek oft Nebel herrscht. Im Sommer beträgt die Durchschnittstemperatur 17 °C, während es in der Hauptstadt Maseru 24 °C sind.

Verkehr[Bearbeiten]

Von Qacha’s Nek führt bis heute keine asphaltierte Straße in die übrigen Teile Lesothos. Ein Flughafen ermöglicht Flugverbindungen nach Maseru.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Qacha’s Nek gibt es das einzige Krankenhaus des Distrikts.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um das heutige Qacha’s Nek wurde bis etwa 1850 ausschließlich von San bewohnt. Durch die Zuwanderung von Phuthi unter deren Chief Moorosi wurden sie assimiliert. Nach dem Gun War 1880–1881 siedelten zahlreiche Batlokoa aus dem heute südafrikanischen Griqualand East unter ihrem Anführer Lelingoana in dem Gebiet. Auch zogen erstmals Basotho aus anderen Teilen Basutolands in die Region. 1888 wurde die Stadt Qacha’s Nek als britischer Verwaltungssitz gegründet.

Im Jahr 1961 wurde das römisch-katholische Bistum Qacha’s Nek in der Stadt errichtet.

Siehe auch[Bearbeiten]