Quackwatch

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Quackwatch ist ein US-amerikanischer non-profit-Online-Anbieter von Informationen und Stellungnahmen zu Theorie- und Praxisansätzen einschließlich Diagnose- und Therapieverfahren sowie Arzneimitteln, welche ganz überwiegend der Alternativmedizin zugerechnet werden. Der Name Quackwatch leitet sich vom englischen quack ab, der mit den Begriffen „Quacksalber“ oder „Kurpfuscher“ übersetzt werden kann. Die Betreiber verstehen Quackwatch als internationales Netzwerk von Menschen, „die wegen gesundheitsbezogenem Betrug, Mythen, Moden, Irrtümern und Fehlverhalten besorgt sind“.[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Quackwatch wird von der Quackwatch Inc. betrieben. Der Initiator ist Stephen Barrett, ein pensionierter amerikanischer Psychiater[2], der nach Selbstauskunft von mehr als 150 ausschließlich ehrenamtlichen Autoren aus verschiedenen Gesundheitsberufen[3] unterstützt wird. Barret gehört auch zu den Gründern der kalifornischen Initiative National Council Against Health Fraud. Seine Quackwatch-Initiative wurde im Jahre 1969 zunächst als Lehigh Valley Committee Against Health Fraud in Allentown (Pennsylvania) gegründet und 1997 in "Quackwatch" umbenannt[4], aufgrund des Erfolges der seit 1996 betriebenen Webseite Quackwatch.org.

Ziele[Bearbeiten]

Ziele sind:

  • mit Informationen Betrügereien im Gesundheitsbereich bekämpfen
  • Behauptungen über medizinische Wirksamkeit von umstrittenen Heilmitteln recherchieren
  • illegale Vertriebswege medizinischer Produkte in den USA offenlegen oder zur Anzeige bringen
  • von Betrug betroffenen Patienten Hilfe anbieten

Inhalte[Bearbeiten]

Die Webseiten beinhalten journalistische Texte und Stellungnahmen zu verschiedenen umstrittenen Heilmitteln oder medizinischen diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie zu den jeweiligen Propagatoren und Herstellern. Viele der Texte sind von Barrett selbst. Quackwatch arbeitet mit weiteren amerikanischen Onlinediensten zusammen, wie Homeowatch (gegen Homöopathie), Credential Watch (gegen Titelmühlen), und Chirobase (gegen Chiropraxis).

Rezeption[Bearbeiten]

Quackwatch wird als nützliche und vertrauenswürdige Informationsquelle für Verbraucher bewertet, z.B. vom Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten[5], vom American Journal of Pharmaceutical Education[6], von The Lancet[7], JAMA[8], und weiteren Fachzeitschriften. Auch die allgemeine Presse, insbesondere US-amerikanische Journalisten zitieren Quackwatch.com häufig als Referenz.[9][10]

Kritiker bemängeln zu wenig wissenschaftliche Einzelheiten in den Quackwatch-Texten, die Fokussierung auf einen einzelnen Hauptautor, und das Fehlen eines formellen Peer-Reviews.[11][12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quackwatch Mission Statement
  2. Quackwatch. Quackwatch.com: Kurzbiographie von Stephen Barrett
  3. http://www.quackwatch.org/09Advisors/advbd.html
  4. Pennsylvania Department of State – Corporations
  5. Fraud and Nutrition Misinformation, US-Landwirtschaftsministerium
  6. W Steven Pray: Ethical, Scientific, and Educational Concerns With Unproven Medications. American Journal of Pharmaceutical Education 2006 (70): 1–15
  7. Marilynn Larkin: Medical quackery squashers on the web. The Lancet 1998 (351): 1520-2
  8. Linkliste des JAMA
  9. Forbes.com: best of the web
  10. U.S. News & World Report: The Best of The Web Gets Better
  11. Nguyen-Khoa, B: Selected Web Site Reviews — Quackwatch.com. The Consultant Pharmacist, Juli 1999
  12. Hufford DJ: Symposium article: Evaluating Complementary and Alternative Medicine: The Limits of Science and Scientists. J Law, Medicine & Ethics 2003 (31): 198–212

Weblinks[Bearbeiten]