Quintus Mucius Scaevola (Pontifex)

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Quintus Mucius Scaevola (* um 140 v. Chr.; † 82 v. Chr. in Rom) war ein römischer Politiker und Jurist.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Konsuls von 133 v. Chr., Publius Mucius Scaevola, war nach dem Volkstribunat 106 v. Chr. im Jahre 95 v. Chr. selbst Konsul, im Jahr darauf Prokonsul der Provinz Asia, die er so vorbildlich verwaltete, dass er sich die Feindschaft der ritterlichen Steuerpächter zuzog, die schließlich zu seiner Ermordung führte. Im Jahr 89 v. Chr. wurde er pontifex maximus.

Als Konsul brachte Scaevola mit seinem Amtskollegen Lucius Licinius Crassus die Lex Licinia Mucia über die Ausweisung von Nichtbürgern ein. Er verfasste als erster Römer ein systematisches Handbuch des Rechts. Von den 18 Büchern über Zivilgerichtsbarkeit sind lediglich Auszüge in den spätantiken Digesten überliefert. Quintus Mucius Scaevola gehörte neben seinem gleichnamigen älteren Verwandten zu den Lehrern des Marcus Tullius Cicero. Cicero erwähnt in seinem Werk De oratore den bedeutenden Rechtsstreit causa Curiana, in dem Q. Mucius Scaevola gegen seinen vormaligen Amtskollegen L. Licinius Crassus argumentierte.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Cicero de Or. i. 39, Brutus, 39,52; Crassus, Nr. 23