Quotientenregel
Die Quotientenregel ist eine grundlegende Regel der Differentialrechnung. Sie führt die Berechnung der Ableitung eines Quotienten von Funktionen auf die Berechnung der Ableitung der einzelnen Funktionen zurück.
Sind die Funktionen
und
von einem Intervall D in die reellen oder komplexen Zahlen an der Stelle
mit
differenzierbar, dann ist auch die Funktion f mit
an der Stelle
differenzierbar und es gilt:
.
In Kurzschreibweise:
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Herleitung [Bearbeiten]
Der Quotient
kann als Steigung in einem Steigungsdreieck gedeutet werden, dessen Katheten u(x) und v(x) sind (siehe Abbildung). Wenn x um Δx anwächst, ändert sich u um Δu und v um Δv. Die Änderung der Steigung ist dann
Dividiert man durch Δx, so folgt
Bildet man nun Limes Δx gegen 0, so wird
wie behauptet.
Weitere Herleitungen [Bearbeiten]
Gegeben sei
Nach der Produktregel gilt:
Nach der Kehrwertregel (ergibt sich z.B. direkt oder mit Hilfe der Kettenregel)
folgt:
Eine alternative Herleitung gelingt nur mit der Produktregel durch Ableiten der Funktionsgleichung
. Allerdings wird hierbei implizit vorausgesetzt, dass
überhaupt eine Ableitung besitzt, das heißt dass
existiert.
folglich:
Literatur [Bearbeiten]
Die Quotientenregel für Funktionen wird in fast jedem Buch erläutert, das Differentialrechnung in allgemeiner Form behandelt. Einige konkrete Beispiele sind:
- Otto Forster: Analysis 1. Differential- und Integralrechnung einer Veränderlichen. Vieweg, Braunschweig 72004. ISBN 3-528-67224-2, S. 155-157 (Auszug (Google))
- Konrad Königsberger: Analysis 1. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-41282-4, S. 129
- Harro Heuser: Lehrbuch der Analysis. Teil 1. Vieweg + Teubner, Wiesbaden 1980, ISBN 3-519-02221-4 (17. aktualisierte Auflage. ebenda 2009, ISBN 978-3-8348-0777-9), S. 270-271 (Auszug (Google))
Weblinks [Bearbeiten]
- Quotienregel auf Wikibooks

.








