Laurel und Hardy: Rache ist süß

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Eine Beschreibung des Films mit dem Verweistitel Rache ist süß befindet sich unter Hering auf der Hose
Filmdaten
Deutscher Titel Rache ist süß
Originaltitel Babes in Toyland
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1934
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe FSK ohne Altersbeschränkung
Stab
Regie Charley Rogers, Gus Meins
Drehbuch Nick Grinde, Frank Butler
Produktion Hal Roach
Besetzung

Rache ist süß ist eine US-amerikanische Spielfilm-Komödie mit Stan Laurel und Oliver Hardy. Es war der vierte Spielfilm des Duos und hatte seine US-amerikanische Premiere am 14. Dezember 1934. Deutscher und österreichischer Kinostart war im Frühjahr 1935. Unter anderem wurde der Film auch unter „Abenteuer im Spielzeugland“, „Land des Lachens“ oder „Böse Buben im Wunderland“ veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Stannie Dum und Ollie Dee leben im fröhlichen Spielzeugland im Schuh bei der gutherzigen alten Mutter Peep, deren Tochter die liebreizende Bo Peep ist. Die Beteiligten leben hier glücklich, bis der wohlhabende, aber wiederwärtige alte Mr. Silas Barnaby Bo Peep heiraten will. Als Druckmittel besitzt er eine Hypothek auf Mutter Peeps Schuh und droht, sie hinauszuwerfen, sollte Bo Peep nicht seine Frau werden. Ollie verspricht Mutter Peep großspurig, dass er Geld von seinem angeblich mit ihm befreundeten Chef, dem Spielzeugmacher, auftreiben wird, damit Mutter Peeps Tochter nicht Barnaby heiraten muss. Allerdings verlieren Stan und Ollie noch am selben Tage aufgrund ihrer Tollpatschigkeit ihre Arbeit, weil sie für den Weihnachtsmann anstatt 600 Spielzeugsoldaten mit einem Fuß Höhe nämlich 100 Soldaten mit sechs Fuß Höhe gebaut haben. Immer noch ohne Geld, versuchen Stan und Ollie nun die Unterlagen mit der Hypothek aus Barnabys Haus zu stehlen. Doch der Schurke erwischt die beiden und stellt sie vor Gericht. Sie sollen ins Gruselland zu den schwarzen Männern verbannt werden. Allerdings entschließt sich Bo Peep doch dazu, Mr. Barnaby zu heiraten, obwohl es ihr sehr schwerfällt, da ihr Freund Tom-Tom bereits um ihre Hand angehalten hat. Weil er sein Ziel erreicht hat, lässt Barnaby die Anklage gegen Stan und Ollie fallen und sie dürfen weiterhin im Land bleiben.

Zum Glück kommt Stan und Ollie vor der Hochzeit die rettende Idee: Am Hochzeitstag verkleidet sich Stan als Braut, und der ahnungslose Barnaby gibt Ollie, der Trauzeuge ist, die Hypothek zum Zerreißen. Als die Braut den Schleier löst, stellt sich heraus, dass es sich nicht um Bo Peep, sondern um Stan handelt. Das ganze Spielzeugland außer Barnaby freut sich, die Hochzeit von Bo-Peep und Tom-Tom wird in die Wege geleitet. Doch Barnaby heckt bereits einen neuen Plan aus: Er hängt Tom-Tom den Raub eines der Drei Kleinen Schweinchens an, tatsächlich steckt er natürlich selbst dahinter. In einer eher dilettantischen Gerichtsverhandlung wird Tom-Tom vom König ins Gruselland zu den schwarzen Männern verbannt wird. Bo-Peep folgt ihrem Geliebten ins Gruselland, wo sie eine schreckliche Zeit durchstehen. Doch Stan und Ollie schaffen es, Tom-Toms Unschuld zu beweisen und das kleine Schweinchen aus Barnabys Haus zu befreien.

Doch auch hier gibt sich Barnaby nicht geschlagen, er kann durch eine geheime Passage ins Gruselland entkommen. Zwar können Stan und Ollie das junge Liebespaar aus dem Gruselland herausholen, doch gleichzeitig hetzt Barnaby die schwarzen Männer ins Spielzeugland, fest entschlossen, doch noch Bo Peep zur Frau zu bekommen. Zunächst sieht es nach einer Niederlage für das Spielzeugland aus, aber auch hier können Stan und Ollie ihm Einhalt gebieten: Sie schießen Spielpfeile ab und hetzen ihre fünf Fuß großen (= 1,83 Meter) „Spielzeug“-Soldaten auf die schwarzen Männer, was sie endgültig in die Flucht schlägt. Am Ende wollen sie ihnen noch eine Ladung Spielpfeile hineinjagen, doch der tollpatschige Stan zielt in die falsche Richtung, und die Ladung geht auf Ollie.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Viele der Figuren, welche im Spielzeugland vorkommen, sind aus berühmten Gedichten, Kinderreimen und Geschichten aus dem englischen Sprachraum entnommen. Im deutschsprachigen Raum sind die meisten Figuren dagegen weitgehend unbekannt, sodass viele Anspielungen und Hommagen vom deutschsprachigen Publikum kaum verstanden werden können. Bei Mother Goose, welche zu Beginn des Filmes ihr Lied singt, handelt es sich um eine erfundene Autorin von Märchen- und Gedichtbänden.
  • Die Dreharbeiten begannen Anfang August 1934 und endeten Mitte Oktober, dabei waren zwei Regisseure verantwortlich: Während Charley Rogers für die Komödienszenen zwischen Laurel und Hardy verantwortlich war, übernahm Gus Meins beim Rest des Filmes die Regie.
  • Schon im Winter 1933 kaufte Produzent Hal Roach die Rechte für die Operette, die aus drei Akten bestand. Roach gefiel die Musik der Operette, die Handlung empfand er allerdings als sehr durchwachsen, sodass er sie selbst umschrieb. Als er sie jedoch Stan Laurel zeigte, reagierte dieser sehr abweisend darauf, was dazu führte, dass der Drehstart verschoben wurde und das Drehbuch neu überarbeitet werden musste. Auch während der Dreharbeiten gab es noch regelmäßig Streit zwischen Roach und Laurel.
  • Die Holzsoldaten waren aus Blei und ca. 30 cm hoch. Der Spezialeffekt-Regisseur Roy Seawright führte Effekte in Einzelbildschaltung durch.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Erstaufführung 1935 erfolgte ohne Synchronisation sondern nur mit deutschem Untertitel. 1960 wurde „Rache ist süß“ mit Walter Bluhm als Stan und Bruno W. Pantel als Ollie synchronisiert und feierte seine Wiederaufführung am 13. Februar 1961. Diese Fassung ist bis heute erhalten geblieben. Für die Dialogbücher war Gerda von Rüxleben verantwortlich.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]