Rasurbrand

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Leichte Form des Rasurbrandes

Als Rasurbrand (medizinisch pseudofolliculitis barbae) bezeichnet man Rötungen und Reizungen, die auf rasierten Hautpartien entstehen und zumeist brennen und jucken; hinzu treten rötliche Rasierpickel, die sich über mehrere Tage halten können. Bei den meisten Menschen tritt Rasurbrand auf, wenn die Haut nach dem Nassrasieren überhaupt nicht oder mit den falschen Pflegeprodukten behandelt wird. Aber auch nach einer Trockenrasur kann Rasurbrand auftreten. Medizinisch relevant wird der Rasurbrand, wenn er nicht nach kurzer Zeit abklingt, sondern es zu einer längerfristigen Entzündung der Haarfollikel kommt. Dieses tritt vor allem dann auf, wenn das abgeschnittene Haar nicht gerade nach außen wächst, sondern (zumindest zeitweise) unter der Haut weiterwächst – dieses Problem betrifft insbesondere Menschen mit natürlich gelockten und kräftigen Haaren.

Behandlung[Bearbeiten]

Kommt es zu Rasurbrand, sollte das Rasieren eingestellt werden, bis die Haut sich erholt hat. Der Rasurbrand hält bis zu einer Woche an. Bei Beschwerden, die über diesen Zeitraum hinausgehen, ist ein Besuch beim Hautarzt ratsam – es handelt sich dann nicht mehr um eine vorübergehende Irritation von Haut und Haarfollikeln, sondern um eine Infektion mit Krankheitserregern. Dies wird als pseudofolliculitis barbae (ICD 704.8) behandelt.

Vorbeugung[Bearbeiten]

Es empfiehlt sich, die Haut an das Rasieren zu gewöhnen, d. h. nach der allerersten Rasur sollte man die betreffenden Stellen regelmäßig rasieren und keine langen Pausen aufkommen lassen. Besonders kritisch für Rasurbrand ist das Nassrasieren gegen die Wuchsrichtung der Haare (z. B. an der Wange von unten nach oben), während die Rasur in Wuchsrichtung deutlich weniger Hautirritationen erzeugt.

Zu vermeiden ist vor allem auch die Verwendung unscharfer bzw. minderwertiger Klingen, zu oft verwendeter Einmalklingenrasierer oder nicht fachgerecht abgezogener Rasiermesser, die die Haut sehr viel stärker reizen als scharfe Klingen. Auch das Aufdrücken der Klinge auf die Haut muss vermieden werden, zumal dies bei ausreichend scharfer Klinge zum Durchtrennen des Haares nicht erforderlich ist.

Den Bart oder Nacken vor der Rasur (sowohl nass als auch trocken) einzucremen, kann ebenfalls zur Vermeidung von Rasurbrand beitragen.

Pflegeprodukte[Bearbeiten]

Als Pflegeprodukte dienen während der Rasur Rasierschaum oder -gel, die die Haut geschmeidig machen und die Haare aufrichten. Bei der Trockenrasur kann ein Pre-Shave-Rasierwasser vor der Rasur aufgetragen werden, um die Haut zu reinigen und zu entspannen.

Zur Vermeidung von Hautirritationen sollte nach der Rasur ein hautfreundliches Aftershave oder eine alkoholfreie Lotion aufgetragen werden, die kein brennendes Gefühl erzeugt. Bei empfindlicher Haut können auch Baby-Hautpflegeprodukte verwendet werden.

Bei Neigung zur Entzündung von Haarfollikeln werden vielfach stark alkoholhaltige Rasierwasser zur Desinfektion verwendet. Dies wird gerade bei dickerer (älterer) Haut bevorzugt. Entsprechend gibt es im Handel ein breites Angebot an Pflegeprodukten von milder Reinigung bis kräftiger Desinfektion.

Weblinks[Bearbeiten]

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