Rawak Vihara

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Rawak Tempel 2009
Rawak Tempel 2009

Rawak Vihara - die Ruinen der buddhistischen Klosterstadt Rawak (chin. Rewake Fosi yizhi 热瓦克佛寺遗址; engl. Ruins of the Rewake Buddhist Temple) im Kreis Lop (洛浦县) im Regierungsbezirk Hotan (Khotan), Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang, im Westen der Volksrepublik China, liegen ca. 40 km nordöstlich von Hotan in der Taklamakan-Wüste.

Die Anlage[Bearbeiten]

Im Zentrum befand sich ein 12 m hoher Stupa mit einem kreuzförmig-rechteckigen Grundriss. Er gehört wahrscheinlich zum Typ von Reliquienbauten. Die Anlage erinnert an Stupas des Gandhara-Stils in Peschawar und Balkh.[1] Der Archäologe Aurel Stein, der die Stätte 1901 und 1906 bereiste[2], fand noch Reste von 91, häufig windzerstörten Buddha- und Bodhisattva-Figuren von teils beträchtlicher Größe, auch diese erinnern im Stil an solche aus Gandhara. Auch Wandmalereien wurden dort entdeckt. Der chinesische Archäologe Huang Wenbi inspizierte die Stätte 1929.

Rawak Vihara wird in die Zeit der Südlichen und Nördlichen Dynastien datiert[3] und war Teil des Königreiches von Hotan. Skulptur-Motive wurden in Dunhuang wieder aufgenommen, z.B. eine aus radial angeordneten Buddhas gebildete Aureole um eine Zentralfigur.[4] Die Stätte steht seit 2001 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (5-140). Einige Kunstgegenstände aus Rawak befinden sich in der Trinkler-Sammlung im Überseemuseum Bremen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Aurel M. Stein: Ancient Khotan: Detailed report of archaeological explorations in Chinese Turkestan. 2 vols. Clarendon Press. Oxford 1907. [1]
  • Peter Hopkirk: Die Seidenstraße. Auf der Suche nach verlorenen Schätzen in Chinesisch-Zentralasien. rororo, Reinbek bei Hamburg 1990, ISBN 3-499-18564-4.
  • Gerd Gropp: Archäologische Funde aus Khotan, Chinesisch-Ostturkestan. Die Trinkler-Sammlung im Übersee-Museum, Bremen. Bremen 1974 (=Monographien der Wittheit zu Bremen, 11 (=Wiss. Ergebn. d. Dtsch. Zentralasien-Exped. 1927/28, Teil 3))

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://www.uygur.org/de/turkistan/28.html
  2. http://www.htww.gov.cn/Article_Show.asp?ArticleID=340
  3. http://www.htww.gov.cn/Article_Show.asp?ArticleID=290
  4. http://www.uygur.org/de/turkistan/28.html

37.34605180.16358Koordinaten: 37° 20′ 45,8″ N, 80° 9′ 48,9″ O