Rekuperation (Technik)

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In der Technik wird der Ausdruck Rekuperation (von lateinisch recuperare = wiedererlangen, wiedergewinnen) für technische Verfahren zur Energierückgewinnung verwendet.

Luvo[Bearbeiten]

Als Luftvorwärmer („Luvo“) werden Rekuperatoren regelmäßig in Kraftwerken und manchmal in Feuerungsanlagen eingesetzt. Sie dienen dort als Wärmeübertrager (Wärmetauscher) dazu, einen Teil der Wärme der Abgase auf die Frischluft zu übertragen. Durch die so erhitzte Frischluft wird weniger Brennstoff verbraucht, um im Heizkessel die gewünschte Betriebstemperatur zu erreichen bzw. zu halten.

Rekuperationsbremse[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rekuperationsbremse

Im Fahrzeugbau wurden rekuperative Bremsen seit mindestens den 1900er Jahren, zum Beispiel auf Zahnradbahnen wie der Rittnerbahn oder beim Schweizer Ellok Krokodil, eingesetzt. Bei einer Nutzbremse erfolgt die Rückspeisung der Energie entweder in ein Stromnetz (bei Schienenfahrzeugen und Oberleitungsbussen) oder in einen Energiespeicher (bei Elektroautos oder Elektrorad). In Hybridautos speist die Nutzbremse elektrische Energie in den Akkumulator, einen Speicherkondensator (Superkondensator) oder Schwungradspeicher zurück, die ursprünglich sowohl aus der mechanischen Energie des Verbrennungsmotors (Chemische Energie des Kraftstoffs) als auch aus derjenigen des Elektromotors stammt (Elektromotorische Bremse).

Bei modernen Fahrzeugen mit verringertem Treibstoffverbrauch wird im Brems- oder Schubbetrieb die Spannung der Lichtmaschine angehoben und damit der Ladevorgang beschleunigt, um sie im Normalbetrieb reduzieren oder den Generator ganz abschalten und so den Motor entlasten zu können. Bei anderen Techniken wird eine zweite Batterie eingebaut und z. B. für den zusätzlichen Bedarf bei der Start-Stopp-Funktion während des Bremsvorgangs geladen.

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