Ricolf

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Ricolf war zwischen 762 und 777/782 Bischof von Köln. Sein Todestag ist der 16. Januar 777[1]. Einige Bischofslisten nennen 22 Amtjahre. Andere Namensformen sind Richolfus, Ricolfus, Racholfus, Riculphus, Rihholf.[2]

Leben[Bearbeiten]

Memorialeintrag zum 16. Januar (Nachtrag an der rechten Seite) im Cod. 88, Fol. 3v, dem jüngere der beiden gregorianischen Sakramentare der Kölner Dombibliothek.

Während seines Episkopats spendet Ricolf dem Bischof Alberich von Utrecht die Bischofsweihe und dem späteren Bischof von Münster, Liudger, die Priesterweihe. In einem vermutlich in England nach 781 verfassten Gedicht lobt Alkuin den patrem Ricvulfus in Köln als guten Gastgeber. In den Memoralbüchern (Commemoratio) der Lütticher Kathedralkirche St. Lambert ist ein 12. September als Todestag des fälschlich als Erzbischof (archiepiscopus) bezeichneten Riculphi eingetragen.[3] Möglicherweise wird manche seiner Taten dem bekannteren Nachfolger Hildebald/Hildebold zugewiesen, dem ersten Erzbischof von Köln.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Finger, Memoria im frühmittelalter (Erz-)Bistum Köln, in: Nomen et fraternitas, hg. Uwe Ludwig/Thomas Schilp, Berlin 2008, S. 298-316
  • Geschichte des Erzbistums Köln. Bd. 1: Das Bistum Köln von den Anfängen bis zum Ende des 12. Jahrhunderts, hg. von Eduard Hegel, 2. Aufl. neu bearbeitet v. Friedrich Wilhelm Oediger, Bachem Köln 1971
  • Ricolfus, in: Prosopographie des personnages mentionnès dans les textes pour l'époque de Pépin le Bref et de son frère Carloman (741-768). Isel, Didier F. 2007.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Memorialeintrag im Cod. 88, Fol. 3v im Sacramentarium der Dombibliothek, nach: Finger, Memoria, S.310. - Cod. 88 ist das jüngere der beiden gregorianischen Sakramentare
  2. Prosographie ... dans les textes pour époche de Pépin
  3. Prosographie a.a.O.
  4. Geschichte des Erzbistums Köln. Bd. 1 S. 86
Vorgänger Amt Nachfolger
Berethelmus Bischof von Köln
762–777/782
Hildebold