Rothalsfilander

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Rothalsfilander
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Rothalsfilander (Thylogale thetis)

Systematik
Unterklasse: Beutelsäuger (Metatheria)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Diprotodontia
Familie: Kängurus (Macropodidae)
Gattung: Filander (Thylogale)
Art: Rothalsfilander
Wissenschaftlicher Name
Thylogale thetis
(Lesson, 1827)
Rothalsfilander

Der Rothalsfilander (Thylogale thetis) ist eine Känguruart aus der Gattung der Filander (Thylogale).

Verbreitungskarte des Rothalsfilander

Merkmale[Bearbeiten]

Schädel (Sammlung Museum Wiesbaden)

Rothalsfilander sind kleine, stämmig gebaute Vertreter der Kängurus. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von rund 52 Zentimetern, hinzu kommt ein rund 43 Zentimeter langer Schwanz. Das Gewicht variiert von 4 bis 7 Kilogramm, wobei die Männchen deutlich schwerer werden als die Weibchen. Ihr Fell ist am Rücken grau gefärbt, der Bauch ist deutlich heller. Namensgebendes Merkmal sind die rötlich gefärbten Schultern und Nacken. Die Hinterbeine sind wie bei den meisten Kängurus deutlich länger als die Vorderbeine, der Schwanz ist spärlich behaart.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Diese Kängurus leben im östlichen Australien, ihr Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Queensland bis in das mittlere New South Wales. Lebensraum dieser Tiere sind dicht mit Vegetation bestandene Regenwälder und Eukalyptuswälder, häufig sind sie an den Waldrändern anzutreffen.

Lebensweise und Ernährung[Bearbeiten]

Rothalsfilander sind überwiegend nachtaktiv und schlafen tagsüber im dichten Unterholz verborgen, manchmal sind sie aber auch beim Sonnenbaden anzutreffen. In der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche, wobei sie sich vorwiegend auf grasbestandenen Flächen in Waldnähe aufhalten – bei Anzeichen von Gefahr flüchten sie sofort ins schützende Unterholz. Sie leben vorwiegend einzelgängerisch, wenngleich manchmal mehrere Tiere gemeinsam auf Nahrungssuche gehen.

Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Gräsern und Kräutern. Wie alle Kängurus haben sie einen mehrkammerigen Magen zur besseren Verwertung der schwer verdaulichen Pflanzennahrung.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Nach einer rund 30-tägigen Tragzeit bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Wie bei vielen anderen Kängurus kommt es bei ihnen zur verzögerten Geburt. Das Jungtier verbringt sein erstes Lebenshalbjahr im Beutel der Mutter und wird nach einigen weiteren Wochen entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt mit rund 18 Monaten ein.

Gefährdung[Bearbeiten]

Zwar sind Rothalsfilander aus einem Teil ihres Verbreitungsgebietes, etwa dem südlichen New South Wales, verschwunden, insgesamt ist die Art aber weit verbreitet und zählt laut IUCN nicht zu den bedrohten Arten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0-8018-5789-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rothalsfilander – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien