Rurikowo Gorodischtsche

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Rurikowo Gorodischtsche mit Ruine der Mariä-Verkündigungs-Kirche

Rurikowo Gorodischtsche, genauere Transkription Rjurikowo Gorodischtsche (russisch Рюриково Городище, „Ruriks befestigtes Städtchen“; skandinavischer Name Holmgard = „Stadt auf dem Holm“) ist eine frühmittelalterliche Siedlung der Rus, etwa zwei Kilometer südlich von Nowgorod gelegen, am rechten Ufer des Wolchow nahe seines Ausflusses aus dem Ilmensee in Russland. Unmittelbar oberhalb der Rurikowo Gorodischtsche mündet der Sieverskanal in den Wolchow, der seit Beginn des 19. Jahrhunderts Msta und Wolchow unter Umgehung des Ilmensees verbindet.

Der Platz diente bereits vor der Gründung Nowgorods als Handelsplatz an der Route zwischen Skandinavien und Byzanz, verlor aber mit dem Aufstieg der Stadt seine Bedeutung. Der Ort diente spätestens ab 1270 den Fürsten von Nowgorod als bevorzugte Residenz, da sie in der selbstbewussten Patrizierstadt Nowgorod ihre Macht an die Bojaren und den Wetsche verloren hatten.

Einziges teilweise erhaltenes Bauwerk ist die Mariä-Verkündigungs-Kirche (russ. церковь Благовещения, zerkow Blagoweschtschenija), die ursprünglich 1103 errichtet und 1342/1343 umgebaut worden war. Seit ihrer Zerstörung durch Artilleriebeschuss im Zweiten Weltkrieg ist die Kirche eine Ruine.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rurikowo Gorodischtsche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

58.4947731.29936Koordinaten: 58° 29′ 41″ N, 31° 17′ 58″ O