Saalschutz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu der Zürcher Elektropop-Band siehe Saalschutz (Band).

Saalschutz war die Aufgabe, Parteiversammlungen und politische Veranstaltungen durch eigene Parteimitglieder zu bewachen und vor fremden Randalierern durch Einsatz physischer Gewalt zu beschützen.

Beispiele:

  • Für die NSDAP gründete Emil Maurice im Februar 1920[3] unter der Bezeichnung Saalschutz eine dedizierte Schlägertruppe von zunächst 300 Mann zum „Schutz“ der parteieigenen Veranstaltungen; dabei wurden anwesende Gegner systematisch provoziert und schließlich aus dem Saal geprügelt. Aus dem Saalschutz ging 1921 die SA hervor.[4]
  • Auch der Stoßtrupp Adolf Hitler war 1923 unter anderem mit Saalschutz-Aufgaben beauftragt. Er gilt als die Keimzelle der SS.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lutz Raphael: Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation: Europa 1914-1945. C.H.Beck, 8 March 2012, ISBN 978-3-406-62353-0, S. 103–4 (Zugriff am 20 January 2013).
  2. Volker Joachim Wallerang: Gewalt und Propaganda der SA in der Spätphase der Weimarer (1929–1933). GRIN Verlag, 10 January 2004, ISBN 978-3-638-24384-1 (Zugriff am 19 January 2013).
  3. Bruce Campbell: The Sa Generals And The Rise Of Nazism. University Press of Kentucky, 1 November 2004, ISBN 978-0-8131-9098-3 (Zugriff am 20 January 2013).
  4. Ulrich Kluge: Die Weimarer Republik. UTB, 2006, ISBN 978-3-8252-2805-7 (Zugriff am 19 January 2013).