Sase

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sase (Begriffsklärung) aufgeführt.
SASE-Dauerausstellung Halle 1

Die SASE (Akronym für: „Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgung“) ist eine Studiensammlung der Entsorgungswirtschaft. Sie wurde 1997 aus der Branche der Städtereiniger und Kommunaltechnik-Hersteller als gemeinnützige GmbH (gGmbH) gegründet, ihr Standort ist die Max-Planck-Straße in Iserlohn.

Hauptaufgabe der SASE ist das Sammeln, Sichten, Auswerten und Sichern von Material mit dem Schwerpunkt Städtereinigungstechnik und Entsorgungswirtschaft und die Präsentation in Form einer Dauerausstellung auf über 3500 m² Fläche sowie durch Schriften- und Vortragsreihen.

Als weltweit erste Einrichtung dieser Art wendet sich die SASE sowohl an eine breite Öffentlichkeit als auch an das Fachpublikum. Sie macht das Wissen der Entsorgungswirtschaft allgemein nutzbar und bildet eine Plattform für Begegnungen zwischen Entsorgungsspezialisten, öffentlicher Verwaltung und Politik, wissenschaftlichen Kreisen, Fachpublikum und Besuchergruppen aus dem In- und Ausland. Die SASE ist damit einerseits eine private Bildungseinrichtung (teilweise mit dem Charakter eines Archivs bzw. eines Museums) und andererseits ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit und der Imagepflege der Entsorgungswirtschaft.

Mit dem Abschluss der Aufbauphase Mitte 2003 wurde die Basis für die zukünftige Arbeit geschaffen. Fast 5000 Besucher, Tagungs- und Seminarteilnehmer hatte die SASE von Anfang 2003 bis Februar 2008. Aktuell liegt die Besucherfrequenz bei durchschnittlich jährlich 6000 Personen.

Die SASE ist 2010 durch das Deutsche Institut für Normung e.V. mit dem DIN-Preis „Nutzen der Normung" ausgezeichnet worden. Grundlage für die Auszeichnung war ein Beitrag über den Müllgroßbehälter 240, seine historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung unter besonderer Berücksichtigung der Normung. [1]

SASE – Haus der Städtereiniger[Bearbeiten]

Die SASE arbeitet eng zusammen mit anderen wissenschaftlichen Institutionen wie dem Institut für Entsorgung und Umwelttechnik (IFEU), der Fachhochschule Südwestfalen (FHSWF), der Fachhochschule Gelsenkirchen, verschiedenen Ministerien des Landes NRW, dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), dem Verband Arbeitsgeräte- und Kommunalfahrzeugindustrie (VAK), der Gütegemeinschaft Abfall- und Wertstoffbehälter (GGAWB), dem Normenausschuss Kommunale Technik (NKT) und der ENTSORGA gGmbH.

SASE – Forum der Städtereiniger[Bearbeiten]

Das „Forum der Städtereiniger“ ist ein Neubau der SASE, der über Seminarräume, einen Tagungssaal und Präsentationsflächen verfügt.

SASE – Dauerausstellung[Bearbeiten]

Motto: „Meine Stadt soll sauber sein!“ − Perspektiven des urbanen Umweltschutzes

Die SASE hat sich die Aufgabe gestellt, die Frage nach dem „Warum“ und dem „Wie“ der Städtereinigung zu beantworten, d. h. welche Rahmenbedingungen und Anforderungen zu welchen Lösungen in den Bereichen Abfallsammlung und Abfalltransport, Straßenreinigung und Kanaldienste geführt haben. Die Darstellung der Technik, der Organisation und die Veränderung der Arbeitsabläufe ist ebenso Ziel wie das Herausarbeiten der komplexen Einflussfaktoren aus Politik, Recht, Gesellschaft und Stadtentwicklung.

Die Exponate – z. B. über 40 Fahrzeuge, Funktionsmodelle, Installationen, Dokumente und Erläuterungen in Bild und Text – bilden einzelne Ausstellungseinheiten und zeigen die Entwicklungslinien der Technik und Rahmenbedingungen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Ausstellung ist selbsterklärend konzipiert. Durch die verschiedenen Vermittlungsebenen – von „Mitmach-Aktionen“ bis zu komplexen Grafiken – können Führungen für Gruppen auf Kenntnisstand, Alter usw. abgestimmt werden.

SASE-Exponat Krupp-Kehrmaschine auf der Landesgartenschau Hemer 2010

Die Ausstellung gliedert sich in folgende Einheiten:

  • Grundlagen
  • Stadtentwicklung
    • Geschichte der Stadt und Stadthygiene vom Mittelalter bis zur Gegenwart
  • Abfallsammlung und Abfalltransport
    • Von den systemlosen Anfängen bis zum Höhepunkt der System-Ascheabfuhr
    • Der Weg zur Entsorgungswirtschaft und zum Umweltschutz
    • Kreislaufwirtschaft und Entsorgungslogistik
    • Ressourcenmanagement
  • Kanaldienste / Nassbereich
    • Vom Schlammabfuhrwagen und Handarbeit zum automatisierten Hochdruckspül- und Saugfahrzeug
  • Straßenreinigung
  • Logistik

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsches Institut für Normung: Nutzen der Normung - Preisträger 2010, abgerufen am 19. Juli 2011

51.3752367.668436Koordinaten: 51° 22′ 31″ N, 7° 40′ 6″ O