Satin

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Satin-Bettwäsche

Satin [saˈtɛ̃] ist ein Gewebe, welches in Atlasbindung hergestellt wird. Der synonyme Begriff Atlas ist heute im Handel bedeutungslos; am ehesten ist er noch in kostümgeschichtlichem Kontext in Bezug auf Seidenstoffe in Gebrauch.

Begriff[Bearbeiten]

Das Wort Satin leitet sich ab von Zaytoun bzw. Zaitun , dem arabischen Namen der chinesischen Stadt Quanzhou, einem wichtigen Hafen für Seidenhandel. Atlas leitet sich ab von einem arabischen Wort mit der Bedeutung "glatt".

Eigenschaften[Bearbeiten]

Durch die Atlasbindung ergibt sich eine stark glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Je nach Faserart und Garn kann Satin leicht oder schwer, matt- oder hochglänzend, fließend oder steif sein.

Obwohl Satin aus beliebigen Fasern gewebt werden kann, werden endlose Fasern (Filamente) wie Seide, Viskose oder Polyester bevorzugt, da diese den Glanz zusätzlich steigern.

Verwendung[Bearbeiten]

Wegen des starken Glanzes wird Satin, vor allem der schwere Duchesse Satin, besonders für festliche Kleidung (Abend- und Brautkleider) verwendet. Der glatt-kühle, fließende Griff vor allem der Varianten Crêpe Satin und Charmeuse macht diese für Unterwäsche, Futter, Miederwaren und (seltener) für Bettwäsche beliebt.

Baumwollsatin, nach einer besonderen ägyptischen Baumwollart auch Mako-Satin genannt, wird vor allem zu Bettwäsche- und Vorhangstoffen verarbeitet; Wollsatin (Charmelaine) ist heute eher selten zu finden.

Varianten des Satins sind Moleskin, Duchesse Satin und Crêpe Satin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Satin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien