Schatz der Optik

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Kupferstich auf dem Titelblatt der lateinischen Ausgabe des Thesaurus opticus. Die Darstellung zeigt wie Archimedes von Syrakus römische Schiffe mit Hilfe von Parabolspiegeln in Brand gesetzt haben soll. Quelle: Bayerische Staatsbibliothek München

Schatz der Optik (arabisch ‏كتاب المناظر‎, DMG Kitāb al-Manāẓir, lateinisch Opticae thesaurus: Alhazeni Arabis libri septem, nuncprimum editi; Eiusdem liber De Crepusculis et nubium ascensionibus, Item Vitellonis Thuringopoloni libri X) ist eine von dem arabischen Gelehrten Alhazen (965 - 1039/1040) verfasste siebenbändige Schrift, in der unter anderem optische, physikalische und meteorologische Themen abgehandelt werden. Teilweise basiert sie auf älteren Schriften und Auffassungen griechischer Philosophen, enthält aber auch zahlreiche revolutionäre neue Theorien von Alhazen selbst. Das Buch wurde Ende des zwölften Jahrhunderts vom Arabischen in Latein übersetzt und damit der westlichen Welt zugänglich. 1572 wurde es von Friedrich Risner gedruckt. Es hatte einen großen Einfluss auf die mittelalterliche Wissenschaft[1] und gilt als ein Startpunkt der Entwicklung der neuzeitlichen Optik[2].

Quellen[Bearbeiten]

  1. A.C. Crombie The History of Science. Dover, New York (1995)
  2. R. L. Verma Al-Hazen: father of modern optics. Al-Arabi, 8 (1969): 12-13.