Schilderhaus

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Russischer Wachsoldat
Askari in Deutsch-Ostafrika

Ein Schilderhaus ist ein mobiler oder immobiler Unterstand für militärische Wachposten vor Kasernen, Militärdepots, Gefangenenlagern u. ä., vor den Sitzen von Potentaten und vor Ehrenmalen, früher auch vor Regierungssitzen und Rathäusern.

Als museale Relikte des Mittelalters finden sie sich heute hier und da an Zugbrücken vor Burg- und Wallanlagen.

Schilderhäuser sind zumeist aus Holz gefertigt, messen etwa 1,50 x 1,00 m im Grundriss und sind 2,5 bis 3 m hoch. Sie besitzen ein Dach und haben an der breiteren Frontseite eine ausreichende Öffnung, so dass ein Soldat mit Gewehr in das Schilderhaus bei Regen und Schnee oder im Sommer bei extremer Sonneneinstrahlung schutzsuchend eintreten kann. Selten besitzen sie eine Bank zum Sitzen.

Schilderhäuser sind in der Regel auffällig gestrichen, zum Beispiel mit Schrägstreifen in den Landesfarben: Schwarz-Weiß für Preußen, Weiß-Blau für Bayern oder Rot-Weiß für die Hansestädte, oder in den Farben der Waffengattungen. Gelegentlich werden als äußere Zeichen auch Wappen auf ihnen angebracht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Wacker: Schildwachhäuser, in: Zeitschrift für Heeres- und Uniformkunde, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde e.V., 24. Jahrgang, Nr. 170 (= Heft IV/1960) vom Juli/August 1960, Seiten 49 – 53 und Fortsetzung in Nr. 171 (= Heft V/1960) vom September/Oktober 1960, Seiten 80 – 85 sowie 25. Jahrgang, Nr. 173 (= Heft I/1961) vom Januar/Februar 1961, Seiten 11 – 14 und Nr. 177 (= Heft V/1961) vom September/Oktober 1961, Seiten 88 – 95 (alle 4 Teile jeweils mit Abbildungen = Schwarz-Weiß-Zeichnungen)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schilderhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien