Mein lieber Scholli

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Der Ausdruck Mein lieber Scholli ist eine umgangssprachliche Redewendung, die im Allgemeinen eine gewisse Überraschung ausdrückt, im positiven wie im negativen Sinn. Sie wird bewundernd und anerkennend, aber auch warnend, verwendet. Der Duden sieht die Redewendung als einen Ausruf des Erstaunens oder der Ermahnung.[1] Vergleichbare Ausdrücke wären zum Beispiel Donnerwetter!, Alle Achtung! oder Mein lieber Schwan / Mein lieber Freund (nimm dich in Acht)!

[Bearbeiten] Entstehung

Zur Entstehung der Redewendung gibt es zwei Theorien:

  • Die eine leitet Scholli vom französischen Adjektiv joli (schön, nett, hübsch) ab. Dann wäre Mein lieber Scholli eine eingedeutschte Form mit der Bedeutung von „Na, mein Hübscher, da hast du dir was geleistet!“ oder ähnlicher Aussage.
  • Die andere Theorie besagt, dass Scholli auf eine reale Person zurückgeht, nämlich auf Ferdinand Joly (1765–1823). Er wurde 1783 von der Universität in Salzburg verwiesen, wobei der Grund anscheinend nicht überliefert ist.[2] Danach soll er ein Vagabunden-Leben geführt und gewisse Eigenheiten kultiviert haben, die ihn zu einem (zumindest in Österreich nicht unbekannten) Original machten. Joly betätigte sich auch als Dichter volkstümlicher Stücke und Lieder. Vor ein paar Jahren wurde er mit einem Musical „geehrt“, das den Titel Mei liaba Schole trug.[3]

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Duden 1, 22. Auflage, ISBN 3411040122, Seite 864
  2. Christa Pöppelmann:Ich glaub ́ mein Schwein pfeift!: Die bekanntesten Redensarten, Compact Verlag, 2008, ISBN 3817466048, Seite 143/144
  3. Pressestimmen zum Musical Mei liaba Schole
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