Schrägverzahnung
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Eine Schrägverzahnung ist eine nicht zur Rotationsachse parallele Anordnung der Zähne bei einem Zahnrad. Das Gegenteil einer Schrägverzahnung ist eine Geradverzahnung.
Es muss bei zwei Außenzahnradpaaren immer eine rechtsteigende mit einer linkssteigenden Schrägverzahnung zu einem Räderpaar kombiniert werden. (Im Bild ist das große, dicke Zahnrad linkssteigend.)
[Bearbeiten] Vorteile der Schrägverzahnung gegenüber der Geradverzahnung
- Bessere Laufruhe und geringere Geräuschentwicklung, da jedes Zahnpaar mit einem kontinuierlichen Übergang in und aus dem Eingriff läuft und somit die Übertragung des Drehmoments gleichmäßiger verläuft.
- Gegenüber einem geradverzahnten Zahnrad mit vergleichbaren Abmessungen und gleicher Zähnezahl ist die Zahnfuß- und die Grübchentragfähigkeit etwas größer
- Es sind kleinere Zähnezahlen ohne Unterschnitt möglich
- Der Achsabstand wird durch den Schrägungswinkel mitbestimmt und kann so einfach auf das erforderliches Maß angepasst werden.
[Bearbeiten] Nachteile der Schrägverzahnung gegenüber der Geradverzahnung
- Es entsteht eine axiale Kraftkomponente (Axialkraft), die auf das Lager wirkt und dort gesondert kompensiert werden muss. Alternativ kann man die axiale Kraftkomponente durch die Verwendung einer in der Herstellung aufwendigen Pfeilverzahnung unterbinden, dabei werden auf einem Zahnrad eine linkssteigende und eine rechtssteigende Hälfte kombiniert. Die Verwendung der Pfeilverzahnung führte zum Markenzeichen von Citroën. Ebenso kann durch gezielte Wahl der Schrägungswinkel zweier Zahnräder auf einer Welle erreicht werden, dass sich die entstehenden Axialkräfte entgegenwirken
- Bei gleichem Eingriffswinkel im Normalschnitt (üblicherweise 20°) ist die radiale Kraftkomponente höher, was die Lager auch in radialer Richtung stärker belastet.
- Etwas höhere Verlustleistung, auch durch die höheren Lagerkräfte, dadurch etwas schlechterer Wirkungsgrad. Bei Getrieben, bei denen fast ausschließlich der Wirkungsgrad im Vordergrund steht und das Geräuschverhalten keine Rolle spielt (Getriebe in Rennwagen) kommen deshalb meist geradverzahnte Zahnräder zum Einsatz.
- Etwas geringere Fresstragfähigkeit
Eine Sonderform für Kegelradgetriebe ist die Gleasonverzahnung (Kreisförmig) und die Klingelnbergverzahnung (Spiralförmig).

