Schulmassaker von Ōsaka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Schulmassaker von Ōsaka war nach dem Saringasangriff auf die Tokioter U-Bahn der zweitgrößte Massenmord in der jüngeren japanischen Geschichte. Das Schulmassaker ereignete sich am 8. Juni 2001 in der Grundschule Ikeda, einer der Pädagogischen Hochschule Ōsaka angegliederten Elite-Grundschule in Ikeda in der japanischen Präfektur Ōsaka.

Um 10:15 Uhr an diesem Morgen betrat der ehemalige Hausmeister Mamoru Takuma die Schule mit einem Küchenmesser und stach auf zahlreiche Schüler und Lehrer ein. Acht Kinder, sieben davon Mädchen, erlagen ihren Verletzungen. Dreizehn weitere Schüler sowie zwei Lehrer wurden schwer verletzt.[1]

Wegen des jugendlichen Alters der Opfer und der Vor- bzw. Krankengeschichte des Täters warf die Tat in Japan Fragen bezüglich der Behandlung Geisteskranker, der Rechte von Straftätern und Opfern sowie der Zugänglichkeit und Sicherheit der Schulen auf.[2][3]

Nach der Tat gab der Leiter der Schule bekannt, dass diese zukünftig eine Wache aufstellen werde. Dies war ein Novum an japanischen Schulen.[1]

Hikaru Utada arrangierte ihren Song Distance um und widmete ihn unter dem Titel Final Distance einem der Todesopfer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJapan mourns school victims. In: CNN.com. 10. Juni 2001, abgerufen am 3. Mai 2008 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHuman Rights in Japan – Extrajudical, Summary or Arbitrary Executions. In: Project on Extrajudical Executions. Center for Human Rights and Global Justice New York University School of Law, abgerufen am 3. Mai 2008 (englisch).
  3.  Jonathan Watts: Japan reviews policy on mental illness and crime. In: The Lancet. Volume 358, Nr. 9278, Tokyo 28. Juli 2001, S. 305, doi:10.1016/S0140-6736(01)05527-1.