Seeschlacht von Naulochoi

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Seeschlacht von Naulochoi
Datum 3. September, 36 v. Chr.
Ort Bucht von Naulochoi in Sizilien
Ausgang Sieg Agrippas
Folgen endgültige Niederlage des Sextus Pompeius
Konfliktparteien
Oktavian/Lepidus Sextus Pompeius
Befehlshaber
Agrippa Sextus Pompeius
Truppenstärke
300 Schiffe 250-300 Schiffe
Verluste
3 Schiffe 28 Schiffe versenkt, 17 entkommen, der Rest erobert oder verbrannt

In der Seeschlacht bei Naulochoi (auch Naulochos oder Naulochus), die am 3. September 36 v. Chr. in der Endphase der römischen Bürgerkriege vor der Nordspitze Siziliens ausgetragen wurde, vernichtete die Flotte von Caesars Großneffen und Adoptivsohn Octavian unter der Führung des Marcus Vipsanius Agrippa die des Sextus Pompeius.

Bedeutung[Bearbeiten]

Agrippa, der Sieger von Naulochoi, auf einem von Tiberius geprägten As
Situation 39 v. Chr.
  • Senat
  • Octavian
  • Marcus Antonius
  • Lepidus
  • Sextus Pompeius

Sextus Pompeius, der Sohn des Gnaeus Pompeius Magnus, war der letzte militärisch bedeutsame Gegner des Zweiten Triumvirats, das Octavian, Marcus Antonius und Marcus Aemilius Lepidus nach der Ermordung Gaius Iulius Caesars gebildet hatten. Er kontrollierte Sizilien und blockierte mit seiner Flotte die Kornzufuhr von dort nach Rom. Im Sommer 39 v. Chr. kam es im Vertrag von Misenum vorübergehend zu einer Einigung zwischen den Triumvirn und Pompeius. Dieser hielt jedoch an seiner Blockadepolitik fest. Octavians Feldherr Agrippa ging daher gegen ihn vor und besiegte ihn nach einigen Rückschlägen schließlich zunächst vor Mylae und anschließend bei Naulochoi. Dieser Sieg stärkte das politische Gewicht Octavians innerhalb des Triumvirats. Kurz darauf gelang es ihm, Lepidus politisch auszuschalten, so dass nur noch er und Antonius als Rivalen um die Alleinherrschaft in Rom übrig blieben.

Schlachtort[Bearbeiten]

Die Schlacht fand vor der Nordküste Siziliens bei einem Naulochoi (oder Naulochus) genannten Ankerplatz westlich der Straße von Messina statt. Aufgrund von Münzfunden wird Naulochoi östlich des heutigen Spadaforo San Martino vermutet.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]